Ist der alljährliche Osterbesuch dieses Jahr noch möglich? Die Zahlen der Corona-Infizierten steigen weltweit weiterhin exponentiell. Das Kontaktverbot in Deutschland und die Ausgangsbeschränkungen in Bayern sollen dem entgegenwirken. Alle Bundesländer sprachen sich daher für eine Verlängerung der Maßnahmen bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020 aus. Das bedeutet, das Osterfest wird in diesem Jahr anders aussehen, als wir es kennen. Dürfen Familien dieses Fest trotzdem zusammen feiern?

Die Bundesländer sind sich einig: Kanzlerin Angela Merkel betonte nach dem Beschluss, die Maßnahmen über Ostern zu verlängern, "die Pandemie kennt keine Feiertage". Die Dynamik der Verbreitung wäre immer noch zu hoch, heißt es in den Bestimmungen. Das bedeutet: Auch über die Oster-Feiertage wird dazu angehalten, den Kontakt auf die Familie im eigenen Hausstand zu reduzieren. Wohnen die Familienmitglieder also in einem Haushalt ist es kein Problem, gemeinsam das Fest zu feiern. Der Osterhase kann trotzdem in den einzelnen Häusern und Gärten Ostereier und Osternester verstecken. Doch der soziale Kontakt soll auf ein Minimum reduziert werden.

Das bedeutet also: Die Familienfeiern an Ostern werden wohl im kleinen Kreis stattfinden müssen. Lediglich Familienmitglieder, die im selben Haushalt leben, dürfen zusammen die Osterfeiertage genießen. 

Empfindliche Bußgelder bei Verstößen

Das bedeutet, Familienmitglieder, dazu zählen auch erwachsene Kinder, die außerhalb des Haushalts leben, sind nicht inbegriffen. Laut den aktuellen Bestimmungen zur vorläufigen Ausgangsbeschränkung und Kontaktsperre ist es nur in triftigen Gründen erlaubt, das Haus zu verlassen. Dringende Fälle sind Einkäufe, die Arbeit und der nötige Gang zu einem Arzt, sowie der Sport und ein Spaziergang an der frischen Luft.

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Doch natürlich haben die Regelungen einige Ausnahmen. Die "Notbetreuung" und "Hilfe für andere" soll auch während der Ausnahmesituation gegeben sein, daher dürfen unterstützungsbedürftige Menschen und Minderjährige besucht werden. Ebenso der Lebenspartner und sterbende Personen im engsten Familienkreis. Die Polizei wird von den Bundesländern angehalten die Einhaltung zu kontrollieren. Die triftigen Gründe sind daher den Beamten glaubhaft zu machen. Wer dagegen verstößt, muss laut dem Bußgeldkatalog für Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz mit empfindlichen Geldbußen von 500 Euro bis 1500 Euro rechnen.

Wer seinen Liebsten trotzdem einen Ostergruß senden will, kann dies ganz einfach auf schnellem Wege online über WhatsApp tun. Ideen für mögliche Grüße finden sie hier.