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Gartentipps

Hornspäne oder Hornmehl als natürlicher Dünger für deinen Garten: Das musst du beachten

Hornmehl oder Hornspäne sind umweltfreundliche Düngemittel. Sie sind organische Dünger, die als Stickstofflieferanten fungieren und deinen Gartenpflanzen beim Wachsen helfen.
Ein passendes Düngemittel lässt deine Pflanzen viel schneller sprießen!
Ein passendes Düngemittel lässt deine Pflanzen viel schneller sprießen! Foto: CC0 / Pixabay / Nature_Design
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  • Die richtige Anwendung von Hornmehl und Hornspänen als Dünger
  • Nutzen und Vorteil der Düngemittel
  • Was es zu beachten gibt 

Ein beliebtes Düngemittel der Natur sind Hornspäne beziehungsweise Hornmehl. Sie sind praktische Stickstofflieferanten, die sich für den Anbau von Gemüse und Obst sowie weiteren Gartenpflanzen eignen. Zumeist werden Hornspäne zur Langzeitdüngung verwendet, Hornmehl hingegen für schnelle Effekte, die effizient wirken. Das gilt es dabei zu beachten. 

So wird gedüngt

Vorbereitung: Eine kleine Vorarbeit, bevor du mit dem Düngen beginnst, ist sehr sinnvoll, um dir anschließende Arbeit zu sparen. Daher sollte der Rasen einmal vorgemäht werden. Zudem solltest du bestehendes Unkraut vorab entfernt, um zu vermeiden, dass dieses ebenfalls gedüngt wird und stärker nachwächst. So kann doppelte Arbeit vermieden werden. 

Zeitpunkt: Da Hornspäne bis zu drei Monate halten, ehe erneut gedüngt werden muss, ist es sinnvoll diese ganz zu Beginn der Gartensaison zu nutzen. Zumeist also im Frühjahr oder Sommer. Da Hornspäne effektiv wirken, können sie Pflanzen helfen, nach dem Winter wieder aufzublühen. Daher werden Hornspäne zu Beginn der Gartensaison verteilt, Hornmehl wird eher bei Bedarf zur Beschleunigung des Wachstums, etwa während der Saison, genutzt. Im Winter selbst macht eine Düngung wenig Sinn, da die Nährstoffe und ihre Wirksamkeit durch Wetterbedingungen abnehmen und der Erfolg somit vermindert wird. 

Anwendung: Gedüngt werden kann auf zwei verschiedene Weisen: Zum einen kann der Dünger in regelmäßigen, mittelgroßen Abständen direkt auf die feuchte Erde oder den Rasen gegeben und eingearbeitet werden. Zum anderen können die Späne in lauwarmen Wasser für einige Tage (mindestens zwei) ziehen. Das Wasser kann anschließend als Düngewasser verwendet werden. Für neue Pflanzen empfiehlt es sich sogar, die Späne direkt in das Pflanzenloch einzuarbeiten.

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Nutzen und Vorteile

Hornspäne sind Lieferanten für Stickstoff. Stickstoff ist ein wichtiger Baustein für das Leben von  Pflanzen, Tieren und Menschen. Er ist ein Baustein von Chlorophyll und damit relevant für die Photosynthese. Als Teil von Aminosäuren ist er notwendig zur Bildung von Proteinen. Dies kann auch deinen Pflanzen zugutekommen. Durch das Düngen mit Stickstoff erhält deine Ernte Proteine und wird in ihrem Wachstum effektiv unterstützt

Hornspäne sind reine, effektive Stickstofflieferanten, die vor allem in Verbindung mit weiteren Bakterien und Organismen, wie sie in guter Erde vorkommen, großen Nutzen für Pflanzen haben. Das Gute daran ist: Du kannst deine Pflanzen mit Horndünger nicht überdüngen. Dies liegt vor allem am neutralen pH-Wert des Düngers, der bei 7 liegt. Der Stickstoffdünger setzt sich im Boden nur langsam frei, wodurch eine dosierte Abgabe von Dünger erfolgt. 

Mit dem Horndünger kannst du deine Beete ideal mulchen und sie somit von Unkraut befreien. Dabei werden Hornspäne unter das Mulchsubstrat gemischt, um entstehendes Unkraut zu unterdrücken. Der Horndünger beziehungsweise die Hornspäne helfen dem Mulch bei seiner Umwandlung in Kompost. Ein weiterer Vorteil des Düngens mit Horn ist das Abschrecken von Schnecken. Wohl aufgrund des Geruchs der Späne scheinen einige Schnecken einen großen Bogen um die Pflanzen zu machen. Dabei genügt es, das Mittel um die Pflanze zu streuen, um die Tiere fernzuhalten.

Was noch zu beachten ist

Es ist sinnvoll, das Düngen bereits vier Wochen vor der eigentlichen Ernte zu beenden. Dies liegt vor allem am Stickstoff. Düngt man spät und kurz vor der Ernte, so nimmt die Pflanze große Mengen des Stoffes auf, wodurch der Stickstoff in unser Ernährungssystem gerät. Zwar ist Stickstoff für den menschlichen Körper nicht direkt giftig, wird jedoch, wie in der Natur, im Überschuss zum Problem, da Stickstoff Sauerstoff entzieht. 

Hornspäne und Hornmehl sind zwar gute Möglichkeiten, seine Pflanzen zu düngen, jedoch könnte die alleinige Verwendung nicht immer ausreichen. Neben dem entstandenen Stickstoff könnte die Pflanze weitere Düngemittel benötigen. Tierhalter sollten auf ihre Vierbeiner aufpassen, wenn diese in der Nähe sind. Da Hunde Hornspäne mögen, kann es schon einmal vorkommen, dass diese ihr Beet umbuddeln, um an die Späne zu gelangen. Ein paar Leckerlis schaffen aber sicherlich Abhilfe.

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Gärtnern!

 

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