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Der Garten im Winter

Kübelpflanzen: So kommen sie am besten über den Winter

Kübelpflanzen müssen überwintert werden. Während die empfindlichen tropischen Kübelpflanzen bereits ab Oktober ins Winterquartier einziehen sollten, brauchen robustere mediterrane Pflanzen erst Schutz, wenn das Wetter unangenehm wird und die Temperaturen deutlich unter Null Grad fallen. Je kürzer die Überwinterungszeit dauert, umso besser ist es für die Pflanzen.
Kübelpflanzen sollten überwintert werden
Kübelpflanzen halten die frostigen Temperaturen nicht aus. Für sie heißt es: ab ins Winterquartier. Foto: adobestock.com
  • Kübelpflanzen brauchen ein Winterquartier
  • Unterschiede zwischen tropischen und mediterranen Kübelpflanzen
  • Die wichtigsten Fakten zur Überwinterung von Kübelpflanzen im Überblick

Egal, ob aus den Tropen oder aus mediterranen Regionen, Kübelpflanzen vertragen die eisigen Temperaturen bei uns in Deutschland nicht. Daher müssen sie in der kalten Jahreszeit umziehen. Alles, was du darüber wissen musst, erklären wir dir hier. 

Vor dem Überwintern von Kübelpflanzen

Bevor die Kübelpflanzen ins Winterquartier einziehen, sollte man Unkraut und alte Blättern aus den Töpfen entfernen, um Pilzerkrankungen zu vermeiden. Die Blätter sind auf Schädlingsbefall zu kontrollieren und kranke oder beschädigte Triebe zu entfernen.

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Laub abwerfende Pflanzen, wie Geranien, Engelstrompeten oder Fuchsien sollte man vor dem Einräumen stark zurückschneiden. Sie können im Winter in einem dunklen ungeheizten Raum stehen. Andere Pflanzen schneidet man im Herbst nur zurück, wenn sie zu groß geworden sind und das Winterquartier nicht zu warm ist.

Bei einem zu warmen Standort regt der Rückschnitt den Neuaustrieb an und es entstehen unerwünschte Gailtriebe. Oleander blühen im Folgejahr nicht, wenn sie zu stark zurückgeschnitten werden. Hier empfiehlt es sich, jährlich nur einige zu kahl oder zu lang gewordene Triebe zu entfernen.

Der ideale Überwinterungsplatz

Immergrüne Pflanzen, wie Olive, Zitrus, Zylinderputzer, Echter Lorbeer oder Oleander benötigen im Winter einen hellen und kühlen Platz. Ideal sind Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad in einem ungeheizten hellen Treppenhaus, Wintergarten oder auf dem Dachboden.

Schmucklilien benötigen unbedingt einen kühlen Platz unter 10 Grad, da sie sonst keine Blüten im nächsten Jahr ausbilden können. Etwas mehr Wärme, bis 15 Grad, vertragen Hibiscus, Pelargonien, Passionsfrucht oder Bougainvillea. Grundsätzlich gilt die Regel - je wärmer ein Standort ist, um so mehr Licht benötigen die Pflanzen. Die Kübel sollten im Winterquartier nicht zu dicht stehen.

Ist dein Garten schon winterfest? Alle Gartenarbeiten, die du jetzt noch erledigen solltest, findest du hier. 

Pflegemaßnahmen im Winterquartier

Bei hoher Luftfeuchtigkeit sollte der Raum regelmäßig gelüftet werden, damit keine Pilzerkrankungen entstehen. Auch wenn die Pflanzen jetzt weniger Wasser, als im Sommer benötigen, sollte das Gießen nicht vergessen werden. Um die Wurzelballen leicht feucht zu halten, kontrolliert man am besten ca. einmal pro Woche die Feuchtigkeit der Erde.

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Bei Zitruspflanzen erkennt man Wassermangel an leicht eingerollten Blättern, während gelbe Blätter auf zu viel Feuchtigkeit hinweisen. Dünger wird in der Winterruhe nicht mehr benötigt. Ist der Standort doch zu warm und zu dunkel für die Pflanzen, bilden sie oft lange, dünne Gailtriebe, um das benötigte Licht einzufangen.

Diese Triebe können entfernt werden, da sie zu Schädlingsbefall neigen. Bei ungünstigen Standortbedingungen können sich Schmier- oder Wolläuse, Spinnmilben oder die Weiße Fliege auf den Blättern ausbreiten.

Gärtnereien bieten Überwinterung an

Ungeheizte Räume werden in modernen wärmeisolierten Wohnungen oder Häusern immer seltener und es findet sich oft kein idealer Standort für die Überwinterung von Kübelpflanzen. Damit man trotzdem nicht auf exotische Pflanzen verzichten muss, bieten einige Gärtnereien einen Überwinterungsservice in ihren ungeheizten Gewächshäusern an.

Die Gärtnereien holen die Pflanzen ab, kümmern sich um notwendige Pflegemaßnahmen, wie Gießen oder Schädlingskontrolle und topfen die Kübel auf Wunsch im Frühjahr in neue Erde um. Die Überwinterung wird meist im Zeitraum zwischen September und April angeboten.

Sigrun Hannemann vom Bergblumengarten mit dem Fokus auf naturnahes Gärtnern. Frau Hannemann ist Gartenbloggerin und schreibt auf ihrem Blog und im Hortus-Netzwerk.de über ökologisches und insektenfreundliches Gärtnern. Für den Naturgartenverein e.V. testet sie Gärten zum Verleih der deutschen Plakette ‚Natur im Garten‘. Zusätzlich ist sie Jurorin der LWG und zertifiziert Naturgärten für die Plakette 'Bayern blüht Naturgarten'. 

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Im Sinne der Nachhaltigkeit und zur Unterstützung der lokalen Gärtner zeigen wir keine Angebote zu Samen, Setzlingen oder Pflanzen. Bitte nutzen Sie dafür das reichhaltige Angebot und die Fachberatung Ihrer Gärtnerei.