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Basilikum selber anbauen: So klappt es sicher

Der Anbau des beliebten Würzkrautes gelingt nicht immer - kurz nach dem Kauf geht er schon wieder ein. Das kommt Ihnen bekannt vor? Basilikum stammt nicht, wie vielleicht zunächst vermutet, aus Italien sondern ursprünglich aus tropischen Gegenden Afrikas und Asiens, speziell aus Indien. Daher reagiert es sehr empfindlich auf Kälte. Hier gibt's Tipps & Tricks vom Profi, wie Ihr Basilikum ewig lebt!
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Basilikum
Ihr Basilikum geht ein paar Tage nach dem Kauf ein? Hier gibt's Tipps, wie Ihr Basilikum ewig lebt! Bild: laviperchik/ unsplash.com
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Basilikum gehört zu unseren beliebtesten Küchenkräutern und ist vor allem für Rezepte der italienischen Küche unverzichtbar. Frisch von der Fensterbank geerntet schmeckt es am besten und ist meistens vom Aroma den gekauften Supermarkttöpfen überlegen. Daher lohnt es sich, das gesunde Würzkraut selber anzubauen. Basilikum kann im Zimmer in kleinen Schalen oder Töpfen mit Kräuter- oder Aussaaterde vorgezogen werden oder ab Ende Mai direkt ins Freiland gesät werden. Im Sommer wächst es am besten an einen warmen und sonnigen Standort im Freien oder im Gewächshaus. Die einjährigen Sorten wachsen schnell zu robusten Pflanzen heran und sind meist langlebiger als die gekauften Töpfe. Erntet man regelmäßig die Triebspitzen, treibt Basilikum aus den Blattachseln wieder neu aus und behält dabei eine kompakte Wuchsform. Vermeiden sollte man, nur einzelne Blättchen abzuzupfen. Bei mehreren Basilikumpflanzen lohnt es sich auch mal, einen Teil der Pflanzen zum Blühen zubringen. Die Blüten ziehen, wie die meisten Kräuter, viele Insekten an und es kann eigenes Saatgut geerntet werden.

Aussaat

Von Mai bis Juli kann Basilikum ins Freiland gesät werden. Da Basilikum ein Lichtkeimer ist, werden die Samen nur auf die gut angefeuchteten Erde gestreut, gut angedrückt und nicht oder nur hauchdünn mit Erde bedeckt. In der Regel keimen die Samen bei 20 bis 25 °C innerhalb von 3 bis 14 Tagen, wenn das Substrat konstant feucht gehalten wird. Ideal ist es, den Topf dafür mit etwas Frischhaltefolie zu bedecken und täglich zu lüften. Sobald die ersten richtigen Blätter gewachsen sind, sollten die Keimlinge in Töpfe vereinzelt werden. In einen Blumentopf von 12 cm passen ungefähr sechs Basilikumstengel ohne dass sich die Pflanzen zu sehr gegenseitig behindern. Je weniger im Topf sind, um so besser können sie sich entwickeln.

Noch einfacher gelingt die Aussaat mit Saatscheiben, die meist einen Durchmesser von 8-10 cm haben. Sie können direkt auf den Blumentopf oder in Balkonkästen gelegt werden. Hier entfällt das Pikieren der Keimlinge, da sie bereits im richtigen Abstand wachsen.

Pflanzung ins Freiland

Basilikum kann ab Mitte Mai im Freien wachsen, wenn der Standort sonnig und warm ist. Nasskaltes Wetter wird nicht gut vertragen. Setzt man die Jungpflanzen ins Beet oder in einen Balkonkasten, sollte der Pflanzabstand ca. 25 cm betragen. Damit sich mehr Blattmasse entwickeln kann, ist es ratsam den ersten sich entwickelnden Blütentriebe rechtzeitig auszubrechen außer man möchte eine blühende Pflanze für die Insekten. Das Aroma ist während dieser Zeit, kurz vor der Blüte, am besten. Befinden sich die Basilikumtöpfe oder -kästen auf der Terrasse sollte man sie vor Schnecken schützen. In Mischkultur kann Basilikum gut mit Paprika oder Tomaten zusammen in einen Topf gepflanzt werden.

Basilikumpflanzen kaufen und vermehren

Es gibt zwei Möglichkeiten, Basilikum schon als Pflanzen zu kaufen. Am besten wäre es, die preiswerten Jungpflanzen in einer Gärtnerei zu kaufen. Benötigt man jedoch nur eine Pflanze oder soll sie schon größer sein, darf es auch mal die Supermarktpflanze sein. Lässt man das Basilikum im Originaltopf, kann man meist nur einmal ernten. Besser gelingt es, die vielen Einzelpflanzen in diesen Töpfen zu teilen und 3 bis 4 Stück jeweils in einen neuen Topf umzupflanzen.

Eine gute Möglichkeit, um Basilikum zu vermehren, ist die Wasserglasmethode. Dazu werden einzelne sieben bis zehn Zentimeter lange Basilikumstengel mit einem scharfen Messer geschnitten, die unteren Blätter entfernt oder verarbeitet und in ein Wasserglas gestellt. In wenigen Tagen zeigen sich schon die neuen Wurzeln.

Ernte von Basilikum

Zum Ernten der Basilikumblätter sollte man nicht den Fehler machen und nur einzelne Blättchen abzuzupfen. Das hinterlässt unansehnliche Pflanzen und dem Basilikum fehlt so die wichtige Fläche zur Photosynthese. Besser ist es, immer die Triebspitzen abzuzwicken, so dass sich aus den Blattachseln wieder neue Triebe entwickeln können. Dadurch wächst das Basilikum schön buschig und die Stängel können nicht umfallen. Werden größere Mengen an Basilikum benötigt, wie das bei der Verarbeitung zu Pesto der Fall ist, schneidet man die komplette Pflanze am besten ca. eine Handbreit über dem Boden ab. Sie wird in nährstoffreicher Erde wieder neu austreiben.

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Empfehlenswerte Basilikum-Sorten

Es gibt inzwischen weltweit etwa 65 Basilikum-Arten. In Gärtnereien findet man eine große Auswahl an den verschiedensten Samen und Pflanzen. Am bekanntesten und beliebtesten ist die klassische grüne großblättrige Basilikum-Sorte ‚Genovese‘, die sich unproblematisch aussäen lässt. Empfehlenswert sind auch die Sorten ‚Großes Grünes‘, ‚Crispum‘, ‚Neapolitanisches‘ oder ‚Green Raffles‘.

Beliebt sind auch die roten Sorten, wie ‚Amethyst‘, Darf Opal’, ‚Rubin‘ oder ‚Purple Raffles‘, die das gleiche Aroma besitzen und sogar noch kräftiger im Geschmack sein sollen.

Das Griechische Buschbasilikum ist robuster im Anbau, besitzt kleinere Blätter und ein kräftiges Aroma. Es eignet sich sehr gut zum Anbau in Töpfen. Thai-Basilikum darf bei der Verwendung für die asiatische Küche nicht fehlen. Es hat einen süßlichen Anis-Lakritz-Duft und nennt sich deshalb oft Anis-Basilikum. Besonders gut duftend ist das Zitronen-Basilikum, dass sich besonders gut für Teezubereitungen eignet. Fast zu schade zum Ernten ist das afrikanische Strauchbasilikum ‚African Blue‘, dass mit seinen rötlichen Blättern und den langen blauen Blütenrispen strauchartig verzweigt wächst. Es blüht den ganzen Sommer und ist eine sehr beliebte Bienenpflanze. Da es mehrjährig ist, kann es bei 8-12 °C überwintert werden.

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