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Einkommensteuer

Frist für Steuererklärung endet - wie du die nervige Pflicht rasch hinter dich bringst

Wie schon im Vorjahr bleibt Betroffenen auch 2022 mehr Zeit für die Steuererklärung. Doch wie schon im vergangenen Jahr bleibt Steuerzahlern auch 2022 wieder mehr Zeit - und zwar bis Ende Oktober.
Steuererklärung 2022 fristgerecht abgeben
Die Abgabefrist für die Steuererklärung endet im Oktober 2022. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn
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  • Steuererklärung im Jahr 2022: Frist für Einkommensteuer 2021 bis 31. Oktober verlängert
  • Fälligkeit der Lohnsteuer rückt näher - Neuer Abgabetermin ist der 1. November bzw. 2. November (in Bundesländern mit Feiertag Allerheiligen)
  • Steuerliche Neuerungen: Was sich rund um Homeoffice-Pauschale und Kurzarbeitergeld ändert
  • Hilfreich beim Ausfüllen der Steuererklärung: das WISO Steuer-Sparbuch 

Der Stichtag für die alljährliche Steuererklärung rückt immer näher. Eigentlich hätte die Abgabefrist am 31. Juli enden müssen, doch wie schon im vergangenen Jahr wurde auch 2022 die Frist für das Ausfüllen der Formulare verlängert: Steuerzahler haben in diesem Jahr bis zum 31. Oktober Zeit, um ihre Einkommensteuererklärung zu machen.

Steuererklärung im Jahr 2022: Wann die Abgabefrist in deinem Bundesland endet

Die Fälligkeit der Lohnsteuer ist nicht überall in Deutschland identisch. Je nach Bundesland muss die Steuererklärung dementsprechend bis zum 1. November 2022 beim Finanzamt eingetroffen sein.  In den Bundesländern, in welchen der Feiertag Allerheiligen gefeiert wird, gilt sogar erst der 2. November als letztmöglicher "Lohnsteuer-Termin".  Diese Regelung betrifft somit Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und das Saarland.  Generell gibt es aber noch andere Möglichkeiten, um die Frist für die Abgabe nach hinten zu verlegen, wie finanztip.de berichtet.

Wer seine Einkommensteuererklärung von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, hat sogar noch länger Zeit für die Abgabe - bis zum 31. August 2023. Wessen Berater sogar noch die 2020er-Erklärung schuldig geblieben ist, kann ebenfalls aufatmen. Auch hier gibt es einen erneuten Aufschub bis zum 31. August 2022. Ursprünglich galt eine drei Monate frühere Abgabe.

Eine zusätzliche Fristverlängerung ist in Ausnahmefällen möglich, diese muss allerdings schriftlich beantragt und begründet werden. Außerdem gibt es keinen Anspruch auf eine Verlängerung, selbst bei einem guten Grund ist man somit auf die Kulanz angewiesen. Bei einer Verspätung kann es im Rahmen des Ermessens des Finanzamts zu Verspätungszuschlägen kommen. Allerdings läuft dieses Ermessen nach 14 Monaten aus: Dann ist ein Zuschlag definitiv fällig.  Darüber hinaus können auch Zwangsgelder, Steuerschätzungen oder Verspätungszinsen verhängt werden.

Lohnsteuer und Einkommensteuer - was ist der Unterschied?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Lohnsteuer und Einkommensteuer? Das Bundesfinanzministerium informiert: "Bei Arbeitnehmern wird die Einkommensteuer durch Abzug vom Arbeitslohn erhoben (Lohnsteuer)". Mit diesen in der Regel monatlichen Steuerabzug sei das Besteuerungsverfahren im Allgemeinen abgeschlossen. Zwei Ausnahmen seien möglich: falls vom Arbeitgeber ein Lohnsteuer-Jahresausgleich durchzuführen ist oder falls für den Arbeitnehmenden nach Ablauf des Kalenderjahres noch eine Veranlagung zur Einkommensteuer in Betracht kommt. Die Lohnsteuer sei nur eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer, also keine Steuer eigener Art, erklärt die Behörde, die auch einen Lohnsteuer- und Einkommensteuerrechner im Internet anbietet.

Noch besser fasst die Industrie- und Handelskammer München (IHK) die Thematik zusammen. Demnach stelle die Lohnsteuer eine besondere Form der Einkommensteuer dar und sein deshalb ein Teil von ihr. In Deutschland bestehe eine Steuerpflicht im Rahmen der einzelnen Einkunftsarten, somit müssten alle Arten von Einkünften versteuert werden - egal ob das Gehalt aus einer unbefristeten Vollzeitstelle, der Lohn für gelegentliches Arbeiten, Zinsen oder Mieteinnahmen für ein Ferienhaus. Insgesamt falle die Einkommensteuer für Einkünfte von natürlichen Personen (dazu gehören Arbeitnehmende ebenso wie Einzelunternehmende oder Gesellschafter*innen einer Personengesellschaft) aus diesen Kategorien an:

  • nicht selbstständige Arbeit
  • selbstständige Arbeit
  • Gewerbebetrieb
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Kapitalvermögen
  • Vermietung und Verpachtung
  • sonstige Bezüge

Für wen die Unterscheidung eine Rolle spielt

Wie die IHK weiter ausführt, bemisst sich die Höhe der Einkommensteuer nach dem individuellen Steuersatz, auch Steuertarif genannt.  Dieser hängt von der Höhe der Gesamteinkünfte sowie dem Familienstand ab (Stichwort: Ehegattensplitting). Berücksichtigt werden müssen zudem Minderungsbeträge wie Freibeträge, Pauschbeträge oder Entlastungsbeträge. Sie werden von der Summe der Einkünfte abgezogen, wodurch sich letztlich die Bemessungsgrundlage bildet. 

Eine Unterscheidung von Lohnsteuer und Einkommensteuer sei vor allem für Menschen wichtig, die ihre Einkünfte aus anderen Quellen als der nicht selbstständigen Tätigkeit ziehen. Denn auch diese sind steuerpflichtig und unterliegen damit ebenfalls der Einkommensteuer. Der Unterschied bei einer selbstständigen Tätigkeit sei, dass die zu zahlende Steuer nicht automatisch vom Verdienst abgezogen wird wie die Lohnsteuer bei einer nicht selbstständigen Tätigkeit.  Stattdessen muss sie regelmäßig im Rahmen von Vorauszahlungen überwiesen werden.

Der Steuerpflichtige oder sein Steuerberater muss eine Steuererklärung mit den entsprechenden selbst ermittelten Einkünften abgeben, informiert die Handelskammer.

Steuererklärung für 2021: Spare bares Geld mit dem WISO Steuer-Sparbuch

Vielen steht jetzt also die lästige Aufgabe bevor, sich durch die Formulare für die Einkommensteuererklärung zu kämpfen. Doch es gibt ein Licht am Ende des Tunnels: Das WISO Steuer-Sparbuch 2022* unterstützt dich einfach und unkompliziert bei der Einkommenssteuer-Erklärung für das Jahr 2021. Damit erledigt sich die unliebsame Aufgabe fast wie von selbst. Die Software gibt es bei Amazon aktuell für gerade einmal 22,99 Euro (Download bzw. Web-Version - auf CD/DVD ist der Kauf etwas teurer)* (Stand: 5. Oktober 2022, 13.40 Uhr).

Amazon-Tipp: Zum WISO-Steuersparbuch 2022

Das Programm, das in verschiedenen Versionen erhältlich ist (als klassische Disc, via Download mit Aktivierungscode oder als Browser-Variante), bietet zwei entscheidende Vorteile: Es lotst den Nutzer Schritt für Schritt durch die Formulare und weist darauf hin, welche Felder ausgefüllt werden müssen, was erheblich zeitsparender ist als, als mit dem Kugelschreiber in die Papierformulare zu schreiben. Außerdem weist die Software auf mögliche Pauschalen hin, die man beim manuellen Eintragen womöglich vergessen hätte. Am Ende erhält man eine Vorausberechnung für die Steuererstattung, die laut mehreren Amazon-Kundenbewertungen sogar centgenau der Realität entspricht. Neu ist der Corona-CheckUp.

Mit steuer:Automatik des WISO Steuer-Sparbuchs 2022* erstellst du  deine Steuererklärung kinderleicht, da sie dir eine Menge Arbeit abnimmt und einen Großteil Ihrer Steuererklärung automatisch ausfüllt. So funktioniert sie:

  • Clevere Datenübernahme: Ihre Angaben aus dem Vorjahr werden intelligent fortgeschrieben und Themen, die nicht mehr aktuell sind, entfallen
  • Belege vom Finanzamt abrufen: Der "steuer:Abruf" trägt Daten, die das Finanzamt schon zur Erklärung hat, an der richtigen Stelle ein, z. B. Lohnsteuer, Renten oder Versicherungen
  • Buchungen vom Konto: Auf Wunsch werden auch steuerlich relevante Buchungen aus Bankkonten automatisch an der richtigen Stelle der Erklärung übernommen
  • Erklärung papierlos abgeben: Mit dem "steuer:Versand" können Bürger die Daten digital beim Finanzamt abgeben - und so Zeit und Geld sparen
  • Über 150 kompakte Videoclips mit Spartipps inklusive
  • Gratis WISO steuer:Sparbuch 2022 App
  • Corona-CheckUp: Tipps zu Home Office, Kurzarbeit etc.

mit dpa

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