Deutschland
Familiengründung

Kinderwunsch: Wann tickt bei Mann und Frau die biologische Uhr?

In Deutschland entscheiden sich Paare immer später dazu, Eltern zu werden. Je später allerdings eine Schwangerschaft stattfindet, umso mehr Risiken birgt sie für Mutter und Kind. Doch auch bei Männer wird es mit zunehmendem Alter schwieriger, Vater zu werden.
Immer mehr Paare werden zu einem späteren Zeitpunkt im Leben Eltern. Das birgt Risiken.
Immer mehr Paare werden zu einem späteren Zeitpunkt im Leben Eltern. Das birgt Risiken.
  • Paare bekommen immer später Kinder
  • So verändern sich die Körper von Frauen und Männern mit dem Alter
  • Darum ist Schwangerwerden zu einem späteren Zeitpunkt schwieriger

Immer mehr junge Leute entscheiden sich dafür, später im Leben Kinder zu bekommen. 2019 lag das Durchschnittsalter werdender Eltern noch bei 29 Jahren, 2022 liegt es zwischen 31 und 32 Jahren. Ein sorgsam geplanter Kinderwunsch, der erst nach einer gewissen beruflichen Karriere stattfinden soll, eine späte Heirat oder der Wunsch nach gesicherten Ressourcen können beispielsweise mögliche Gründe sein. Experten sprechen jedoch davon, dass es bei der Familiengründung ab 30 Jahren problematisch werden kann. Was hat es damit auf sich?

Warum ist es schwieriger, nach 30 Jahren Kinder zu bekommen?

Bereits ab 30 Jahren gibt es schon eine merkliche hormonelle Veränderung im Körper der Frau. So findet beispielsweise nicht mehr in jedem Zyklus ein Eisprung statt. Das verringert die Chance, relativ schnell schwanger zu werden. Es kann auch vorkommen, dass bereits vorhandene Eizellen beschädigt sind, was zu Fehlbildungen führen kann. Ab 35 Jahren gelten erstgebährende Frauen bereits als spätgebährende mit einem gewissen Risikofaktor.

 

Mögliche Risiken sind unter anderem:

  • Schwangerschaftsdiabetes
  • Bluthochdruck
  • Fehlgeburten
  • Frühgeburten
  • Eileiterschwangerschaft
  • Plazentakomplikationen

Doch keine Angst: Eine Risikoschwangerschaft muss nicht automatisch heißen, dass es Komplikationen gibt. Die Schwangerschaft sollte für Erstgebährende ab 30 Jahren nur genauestens medizinisch überwacht werden. Natürlich spielt neben dem Alter auch die individuelle körperliche Verfassung bei der Schwangerschaft eine große Rolle. Eine 21-jährige Raucherin, die zudem übergewichtig ist, wird vermutlich mehr Risiken mit sich bringen, als eine sportliche, gesunde Mitdreißigerin.

Auch der Körper von Männer verändert sich

Ab 40 Jahren wird es auch für die Männer schwieriger, Vater zu werden. Die Qualität und die Anzahl der Spermien nimmt deutlich ab. Das liegt daran, dass der Testosteronspiegel sinkt.

Schwangerschaftstest - hier ansehen

Ein gesunder Lebenswandel hilft, auch im fortgeschrittenem Alter, ohne Komplikationen, schwanger werden zu können. Nichtraucher, die auf Alkohol verzichten, sich gesund ernähren und Sport treiben, haben deutlich bessere Chancen, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen.

 Artikel enthält Affiliate Links