Spam-Mails sind das Unkraut des World Wide Web. Viel zu viele Menschen bekommen tagtäglich Nachrichten über angebliche Gewinne oder Rabatte von Herstellern, die man eigentlich gar nicht kennt. Nicht selten wird der Mailaccount mit den "Trash-Mails" geflutet und immer wieder fallen Leute auf die gemeinen Betrüger rein. Doch warum bekommen Sie diese Mails überhaupt?

Erkennen tut man Spam-Mails prinzipiell daran, dass den Nutzer auffordern wollen, einen Link in der Mail anzuklicken. Bekannt sind Maschen wie vermeintliche Gewinnspiele, die man gewonnen hat oder das Sperren von Kreditkarten. Prinzipiell gilt, dass Sie sorgfältig sein sollten, wenn sie einen Link anklicken. Am besten Sie lassen es, bevor sie auf eine Masche hereinfallen. Sofern wirklich ein ernsthafter Absender hinter der Mail steckt, wird er sowieso merken, dass Sie nicht reagiert haben und anderweitig mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Wenn sie aber Mail erhalten, die Sie als Gewinner von Verlosungen, Gewinnspielen oder Rabatten verkündigen, ohne dass Sie jemals bei einem solchen mitgemacht haben, löschen Sie diese lieber sofort.

Sein Sie schlauer als die Betrüger - Überprüfen Sie Mails genau 

Spam-Mails sind prinzipiell immer eine betrügerische Masche um an Ihr Geld zu kommen oder einen Virus auf Ihren Computer zu laden. Die Seite Spiegel.de informiert außerdem darüber, welche Arten von besonders schädlichen Spam-Mails es gibt und wie generierte Bots tagtäglich Millionen Fake-Mails in das Internet feuern. Generell gilt: Solange Sie nicht auf einen Link klicken oder keine der gesendeten Objekte öffnen, besteht keine Gefahr. Einfach löschen und den Absender im besten Falle blockieren. Überprüfen Sie immer den Absender bevor Sie einen gesendeten Link oder ein Objekt aus einer Mail öffnen. Sind Zahlendreher oder Tippfehler im Namen, handelt es sich um einen Betrüger. Sollten Sie jedoch auf einen Link oder geklickt haben, gibt die Seite recht-freundlich.de gute Tipps was Sie tun können.

Ein besonderer Fall sind die Spam-Mails die Ihnen mitteilen "Kreditkarte gesperrt" oder ähnliches. Selbst, wenn die Mails täuschend echt aussehen - das Layout bis auf das i-Tüpfelchen stimmt - lassen Sie sich nicht beeindrucken. Bleiben Sie schlauer als die Betrüger. Seriöse Banken würden Ihnen niemals eine solche Mail schicken. Im persönlichen Gespräch mit inFranken.de bestätigt ein großer Herausgeber von Kreditkarten: "Solche Mails würden wir nicht schicken. Wir würden nicht per Mail mit Ihnen Kontakt aufnehmen, wenn so Etwas tatsächlich der Fall wäre." 

Doch warum bekommen Sie eigentlich derartige Mails? Nun, die Entwarnung kommt zuerst: Sie wurden nicht gehackt. Spam-Mails sind "eigentlich" ganz normal. Normalerweise verlangen Online-Plattformen bei einer Registrierung Ihre Mail-Adresse an. Werden diese aber dann selbst gehackt, bekommen Kriminelle Ihre Mail-Adresse in die Finger. Und das passiert tatsächlich öfters, als man denkt. Kriminelle Hacker hacken, was sie können. Denn große Datensätze sind eine Menge wert. 2018 wurde die Seite "Myfitnesspal" von Hackern geknackt. Laut dem Spiegel wurden dabei rund 150 Millionen persönliche Daten gestohlen.

Klicken Sie niemals auf dubiose Links

Diese Datensätze, als Millionen von Mails, werden dann an Unternehmen weiterverkauft, die Sie mit Spam-Mail bombardieren, weil Sie hoffen, dass Sie auf den Betrug hereinfallen und diese so an Ihren Geldbeutel kommen. Laut der Süddeutschen Zeitung ist eine Mail-Adresse im Schnitt 0,75 Euro wert - damit kann man sich leicht ausrechnen, was für ein Geschäft damit gemacht wird, wenn Kriminelle Ihre Daten haben. Auch wenn Sie nichts zu befürchten haben, solange Sie nichts falsch machen, ist es dennoch ein nicht zu vernachlässigendes kriminelles Unterfangen.

Aufklärung über Cybercrime auf Amazon

Aber ist das nun für Sie gefährlich? - Nein ist es nicht. Zumindest nicht, wenn es Ihnen nichts ausmacht Spam-Mails zu erhalten. Ob man nun mehr oder weniger davon erhält, ist individuell unterschiedlich. Meist kommen Hacker nicht nur einmal an Ihre Daten. Auf der Seite haveibeenpwed.com können Sie Ihre Mail eingeben und erhalten Information darüber, auf welchen Seiten Sie mit Ihrer Mail registriert sind, die das Opfer eines Hackerangriffs geworden ist. Und was Sie dagegen tun können? Ganz einfach: Eine neue Mail erstellen - es mag zwar mühselig sein, bei all den unterschiedlichen Online-Plattformen eine neue Mail zu hinterlegen, aber dafür hat man endlich seine Ruhe. Zumindest bis zum nächsten Hackerangriff.