• Schnell und energieeffizient: der Induktionsherd
  • Der Klassiker: Cerankochfeld
  • Mit Feuer kochen: Gasherd
  • Welche Kochfeldgrößen gibt es?

Der Induktionsherd spart viel Strom, jedoch ist bestimmtes Kochgeschirr für die Benutzung erforderlich. Das Cerankochfeld gilt als der Favorit in den meisten Haushalten. Der Gasherd hat oft einen emotionalen Wert und wird von vielen Köchen geliebt. Wir stellen euch die Vor- und Nachteile der verschiedenen Herdarten vor. 

Schnell und energieeffizient: Der Induktionsherd

Induktionskochfelder gelten als besonders energieeffizient und sparsam. Bevor du jedoch dein Kochfeld gegen einen Induktionsherd eintauschst, solltest du dich mit den Vor- und Nachteilen bekannt machen, denn dieser Herd eignet sich nicht für jeden. Induktionskochfelder funktionieren anders als etwa das Cerankochfeld, wo sich die Herdplatte selbst erwärmt. Stattdessen sitzt in der Herdplatte eine Induktionsspule, die ein elektromagnetisches Feld erzeugt und sich in wenigen Sekunden erhitzt. Dieses Feld wird dann auf deine Töpfe und Pfannen übertragen. 

Ein erster Nachteil ist, dass du für Induktionsherde zwingend Kochgeschirr aus sogenanntem „ferromagnetischem“ Metall benötigst. Anderes Geschirr lässt sich hier nicht erhitzen. Zusätzlich kann ein Induktionsherd inklusive Geschirr oft nicht vollständig recycelt werden. Viele Hersteller von Induktionskochfeldern raten davon ab, direkt darunter die Besteckschublade einzubauen. Es könnte zu technischen Störungen kommen oder das Besteck könnte die Induktionsplatte beschädigen. Ein weiterer Nachteil ist das Magnetfeld von Induktionskochfeldern, welches die Zellen im Körper beeinflussen kann, vor allem bei unsachgemäßer Verwendung. Schwangere und Menschen mit Herzschrittmacher sollten vorsichtshalber lieber Abstand von dieser Herdart nehmen. 

Doch nun zu den Vorteilen:

  • Energieeffizienz: Mit Induktionskochfeldern sparst du zwischen 20 und 30 Prozent der Stromkosten im Vergleich mit anderen Herdplatten.
  • Schnelligkeit: Die Herdplatte ist innerhalb von Sekunden erhitzt. 1,5 Liter Wasser kochen bereits nach fünf Minuten.
  • Genauigkeit: Du kannst genau die Temperatur einstellen, die das Essen haben soll.
  • Sicherheit: Während Cerankochfelder heiß werden, gilt das für Induktionsplatten nicht. Theoretisch bleibt das Kochfeld kalt. Die Kochplatte erwärmt sich nur leicht, weil der Topf Wärme abgibt. Verbrennungen kommen selten vor, was definitiv kinderfreundlich ist.
  • Leichte Reinigung: Auch wenn Flecken auf dem Kochfeld vorhanden sind, brennen diese beim Induktionsherd nicht ein, da die Kochfläche ja nicht heiß wird. Zur Reinigung genügt ein feuchtes Tuch.

Der Klassiker: Cerankochfeld

Cerankochfelder oder auch Glaskeramikkochfelder sind in den meisten Haushalten Standard und somit die beliebteste Wahl. Die Kochplatten werden mit Strom über die Heizspulen erwärmt, die unter einer ebenen und widerstandsfähigen, vier Millimeter starken Glasplatte sitzen. Die Strahlungskörper mit Infrarottechnologie, die die Hitze abgeben, leuchten beim Erhitzen auf.

Grundsätzlich sind Cerankochfelder sehr einfach in der Handhabung. Es wird kein spezielles Geschirr benötigt, da alles erwärmt wird, was man an Kochgeschirr auf die heiße Platte stellt. Allerdings dauert es deutlich länger als beim Induktionsherd, bis die Platte heiß genug ist, um damit zu kochen. 

Ein klarer Nachteil bei Cerankochfeldern ist der hohe Energieverbrauch, der im Vergleich mit Induktion und auch Gas am höchsten ist. Darüber hinaus sind die Kochplatten nach dem Kochen noch eine ganze Weile warm, was wiederum nicht kinderfreundlich ist.

Gleichzeitig ist das Ceranfeld die günstigste Variante, wenn die Anschaffungskosten betrachtet werden. Auch die Reinigung ist relativ einfach. Wenn etwas auf der Herdplatte anbrennt, helfen passende Reinigungsmittel*, die das Kochfeld wieder auf Vordermann bringen und glänzen lassen.

Vorteile moderner stahlungsbeheizter Kochfelder

Bei Stahl- oder Eisenherdplatten wird Wärme geleitet, bei strahlungsbeheizten Kochfeldern hingegen geschieht die Erwärmung durch Strahlung. Die modernsten strahlungsbeheizten Kochfelder, zu denen auch das Cerankochfeld gehört haben einige wertvolle Gadgets, um das Kochen zu vereinfachen und möglichst viel Zeit zu sparen.

  • Durch die Sensortasten, die einfach und genaue Temperatureinstellungen ermöglichen, kann jedes Kochfeld mit einem separaten Touchpoint benutzt werden. 
  • Die flexiblen Kochfelder können vergrößert oder auch verkleinert werden. Je nach Pfannen- oder Topfgröße wird die Hitzeausstrahlung angepasst.
  • Die Restwärmeanzeige informiert darüber, ob die Kochplatte noch warm oder heiß ist.  Das Überkochsystem schaltet das Kochfeld automatisch ab, wenn Flüssigkeit überläuft.
  • Die Zeitsteuerung ermöglicht es, jede Kochzone individuell einzustellen, wodurch sich das Kochfeld nach deiner Einstellung automatisch abschaltet.

Mit Feuer kochen: Der Gasherd

Viele Köche setzen beim Kochen auf Gas. Der große Vorteil: Es kann intuitiv gekocht werden, da sich die Flamme sehr fein regulieren lässt. Außerdem ist die Verbrennungsgefahr nach dem Abdrehen der Gasflamme sehr gering, da die Hitzezufuhr sofort endet. Während die Flamme brennt, sollte man dem Gaskochfeld allerdings mit großem Respekt begegnen. Es ist immerhin ein offenes Feuer in der Küche.

Sofern ein Gasanschluss vorhanden ist, ist Kochen mit Gas neben Induktion die energieeffizienteste und sparsamste Methode. Muss hingegen mit Gasflaschen gekocht werden, kann das sehr kostspielig werden. Im Gegensatz zu Ceran- und Induktionskochfeldern dauert der Kochvorgang beim Gasherd länger, da die Wärmeverteilung meist schlechter ist. Da kann es schonmal 15 Minuten dauern, bis das Wasser im Topf kocht. 

Der wohl lästigste Nachteil bei einem Gasherd ist die aufwendige Reinigung. Ist der Herd nach dem Kochen verdreckt, muss erst alles abkühlen, dann auseinander genommen werden, überwiegend per Hand gereinigt und wieder auf die Herdplatte gesetzt werden. Das ist sehr zeitaufwändig, jedoch für viele kein Grund, auf den Gasherd zu verzichten. 

Welche Kochfeldgrößen gibt es?

Herdgesteuerte Kochfelder sind in den Standardmaßen 60 auf 50 Zentimeter oder 60 auf 60 Zentimeter erhältlich. Autarke Kochfelder können zwischen 30 und 90 Zentimeter breit sein, müssen aber mit dem Herd verbunden werden. Wenn du vorhast eine Küche zu planen, solltest du neben Breite und Länge auch die Tiefe und die Platzierung des Kochfeldes bedenken. Auch eine Dunstabzugshaube sollte bei der Planung nicht fehlen.

Die europäischen Norm-Vorgaben lassen einigen Spielraum bei der Gestaltung von Kochbereichen oder Kochinseln. Dabei sind für das Kochfeld verschiedenste Größen zwischen 30 und 90 Zentimeter möglich. Lohnenswert sind unterschiedlich große Herdplatten. Je nach Topfgröße kann die entsprechende Herdplatte verwendet werden, ohne das überschüssige Hitze und somit Strom verbraucht wird. 

Des Weiteren solltest du bei der Planung deiner Küche auf die Unterschiede bei verschiedenen Herstellern achten. Trotz genormter Größen können die Thekenausschnitte (Randgestaltung) unterschiedlich sein. Manche haben einen Rahmen, andere nicht, auch abgerundete Ecken müssen bei manchen Herstellern bedacht werden. Die meisten Hersteller liefern aber die passende Schablone zu ihrem Modell mit.

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