Ihn kannten die meisten nur als der "Billige Jakob". 60 Jahre lang verkaufte er auf der Kirchweih seine Waren. Sein Markenzeichen waren jedoch die Witze, mit denen Georg Huber alle zum Lachen brachte.
Über Jahrzehnte hinweg erfreute Georg Huber alias „Der Billige Jakob“ die Besucherinnen und Besucher der Fürther Michaeliskirchweih mit seinen unnachahmlichen Sprüchen und Witzen. Bei dem humorvollen Verkauf von allerhand Artikel wie Hosenträgern, Regenschirmen und Strumpfhosen bildeten sich regelmäßig große Menschentrauben vor seinem Stand und nicht wenige Kärwa-Gäste kamen nur wegen ihm.
Nun ist die Fürther Kärwa-Legende im Alter von 91 Jahren gestorben.
Georg Huber stand für Fürther Kärwa, "wie es nur ganz wenige tun"
Seinen letzten Besuch auf der Michaelis-Kärwa absolvierte Georg Huber im verganenen Herbst unter dem großen Jubel vieler Fans beim Erntedankfestzug auf der Ehrentribüne. „Der Billige Jakob war schon in meiner Kindheit ein absolutes Original und der Besuch an seinem Stand auf der Fürther Kirchweih jedes Jahr ein Muss", würdigt der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung die Kärwalegende.
Jung bezeichnet den nun verstorbenen Georg Huber als "Inbegriff für Kärwaunterhaltung vom Feinsten". Es sei ihm jedes Mal eine große Freude gewesen, wenn Huber auch noch im hohen Alter sein begeistertes Publikum zum Lachen gebracht habe. "Mit ihm geht eine Persönlichkeit, die für unsere Fürther Kärwa steht, wie es nur ganz wenige tun", so der Oberbürgermeister. "Die Stadt und ihre Kirchweih haben ihm viel zu verdanken."
Der 1935 im Fürther Nathanstift geborene Georg Huber war über 60 Jahre lang an seinem Stand auf der Fürther Kirchweih – Ecke Most-/Friedrichstraße – vertreten, aber auch auf Volksfesten in ganz Bayern unterwegs. Seine Ehefrau Gerlinde, ebenfalls Schaustellerin, starb 2023. Die beiden hinterlassen drei Söhne und eine Tochter. Für seine Verdienste um die Fürther Michaeliskirchweih wurde Georg Huber 2007 mit dem Goldenen Kleeblatt der Stadt Fürth ausgezeichnet.