Ein Kinderheim-Mitarbeiter aus Hof soll über Jahre hinweg einen heute neunjährigen Jungen missbraucht haben. Zu einem Verfahren gegen den 49-Jährigen wird es jedoch nicht mehr kommen.
Update vom 27.08.2026: Verdächtiger des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes tot aufgefunden
Ein 49-Jähriger, der des mehrfachen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes verdächtigt wurde, ist tot in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Hof gefunden worden. Ein Fremdverschulden werde ausgeschlossen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Das hätten Ermittlungen ergeben. Demnach habe sich der Mann in seiner Zelle erhängt. Er saß seit Anfang März 2026 in Untersuchungshaft.
Der 49-Jährige wird verdächtigt, einen sieben- bis neunjährigen Jungen zwischen 2023 und 2025 mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Bis Dezember 2025 arbeitete der Mann in führender Position in einem Kinderheim in Wunsiedel.
Die Mutter des Jungen hatte im Herbst 2025 Anzeige erstattet. Bei Durchsuchungen im Dezember 2025 und Ende März 2026 stellten die Ermittler den Angaben zufolge zahlreiche Beweismittel sicher, darunter Datenträger.
Mehrere Mobilgeräte vor Festnahme zurückgesetzt
Laut Polizei und Staatsanwaltschaft werteten die Ermittler Tausende digitale Spuren aus und befragten mehr als 100 Menschen. Dabei seien mehr als 1000 Dateien mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten gefunden worden. Der Mann soll mindestens 100 davon selbst hergestellt haben. Mehrere Mobilgeräte seien vor seiner Festnahme zurückgesetzt worden, hieß es.
Am 24. August erhob die Staatsanwaltschaft Hof Anklage beim Landgericht Hof. Sie warf dem Mann unter anderem mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch, Vergewaltigung sowie den Besitz und die Herstellung kinder- und jugendpornografischer Inhalte vor.
Ursprungsmeldung vom 05.03.2026: Jungen (9) jahrelang missbraucht? Kinderheim-Mitarbeiter in Haft
Ein 49-jähriger Mann soll in den letzten Jahren einen neunjährigen Jungen mehrfach schwer sexuell missbraucht haben. Polizisten nahmen den Verdächtigen fest. Er befindet sich inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof in Untersuchungshaft. Davon berichtete das Polizeipräsidium Oberfranken am Donnerstag (5. März 2026).
Im Herbst 2025 erstattete die in München wohnende Mutter des Kindes Anzeige gegen den 49-jährigen Deutschen. Der Mann, der in einem Kinderheim in Wunsiedel in leitender Position beschäftigt ist, soll sich zwischen 2023 und 2025 mehrfach an dem Jungen vergangen haben, der bis September 2024 in diesem Kinderheim untergebracht war.