Am Freitag, 28. August 2026, zeigt sich am frühen Morgen eine Mondfinsternis. Sonne, Erde und Mond stehen dann nahezu in einer Linie: Der Erdschatten fällt auf den Mond und verdunkelt ihn. Doch wo in Bayern lässt sich das Himmelsphänomen beobachten?
Jens Kühne, Wetterexperte vom Deutschen Wetterdienst (DWD), erklärt, in welchen Regionen zumindest eine Chance auf freie Sicht besteht. Entscheidend ist dabei vor allem der Blick in Richtung Westen – und der könnte vielerorts durch Wolken, Schauer und Gewitter versperrt sein.
Um 4.34 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Das Maximum der Mondfinsternis wird um 6.13 Uhr erreicht. Dann sind 93,8 Prozent des Mondes bedeckt. Allerdings steht der Mond zu diesem Zeitpunkt bereits sehr tief und fast am Horizont, heißt es.
Was bei einer Mondfinsternis passiert, erläutert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt auf seiner Homepage:
„Bei einer Mondfinsternis gilt das gleiche Prinzip wie bei einer Sonnenfinsternis: Nun 'schiebt' sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Mond und Sonne. Mond, Erde und Sonne befinden sich nahezu auf einer Linie und der Kernschatten der Erde wandert über den Mond. Weil der Durchmesser der Erde etwa viermal größer ist als der des Mondes, ist auch der Schatten der Erde viermal größer. Die Finsternis auf der Mondoberfläche dauert deswegen auch entsprechend länger.“
Bleibt die Frage: Spielt das Wetter mit?
DWD warnt vor schwierigen Bedingungen
Jens Kühne vom DWD fällt dazu eine eher zurückhaltende Einschätzung ein: „Das könnte schwierig werden.“
Ein freier Blick nach Westen dürfte am Freitagmorgen in weiten Teilen Bayerns nicht gewährleistet sein. „Von Westen her ziehen dann Schauer und Gewitter heran“, sagt Kühne voraus. Besonders in Franken wird der Himmel seiner Einschätzung nach wahrscheinlich stark bewölkt sein. Dort könnte die Mondfinsternis allenfalls durch einzelne Wolkenlücken zu sehen sein.