"Berührt uns sehr": Fränkische Tierklinik erhält bewegenden Brief von Katzenbesitzern

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Reichenberg: Tierklinik erhält bewegenden Brief von Katzenbesitzern - "berührt uns sehr"
Lisa und ihre Familie haben ein Familienmitglied verloren. Dennoch schätzen sie die Bemühungen der Reichenberger Tierärzte um ihre Katze sehr.
Reichenberg: Tierklinik erhält bewegenden Brief von Katzenbesitzern - "berührt uns sehr"
NoName_13/pixabay.com (Symbolbild); Terranaut/pixabay.com (Symbolbild); Collage: inFranken.de

Eine Tierklinik aus dem Landkreis Würzburg zeigt sich berührt von einem außergewöhnlichen Dankeschön ihrer Klienten. Obwohl ihre Katze den Kampf nicht gewann, zeigte sich ein Paar nicht nur mit einem Brief erkenntlich.

Katze Poulette mit ihren großen blauen Augen und dem langen gepflegten Fell war ein geliebtes Familienmitglied von Lisa B. und ihrem Mann. Eines Sonntags wurde das Tier jedoch zum Notfall, den seine Besitzerin im Gespräch mit inFranken.de nicht weiter ausführen möchte. "Es war für uns eine schwere und emotionale Zeit", sagt sie. 

Das Paar habe das Team der Tierärzte Reichenberg (Tierklinik Würzburg) aufgesucht und um Hilfe gebeten. "Wir bekamen mit, wie sich die Ärzte abmühten und wie viel Betrieb dort herrscht." Dennoch nahm der Notfall einen traurigen Ausgang.

"Das Gute wird zu wenig gesehen": Familie mit besonderer Dankes-Aktion für Reichenberger Tierklinik

"Trotz aller Bemühungen hat Poulette den Kampf nicht gewonnen", führt sie fort. Der Kontakt zwischen Besitzern und Tierklinik war damit jedoch nicht beendet. "Diese Woche erreichte uns ein Dankeschön von einer Familie, das uns sehr berührt hat: Ein Catering für das gesamte Team", hieß es am Dienstag (17. Oktober 2023) auf dem Facebook-Profil der Tierärzte Reichenberg. "Die Tatsache, dass sie uns trotzdem dankbar sind", obwohl die Katze mit neun Jahren letztlich starb, gehe dem Team ans Herz.

Zusätzlich erreichte ein Brief die Praxis. Hier heißt es unter anderem: "Trotz all Ihrer Expertise und Bemühungen war die Erkrankung letztlich zu schwerwiegend, um geheilt zu werden. Hiermit senden wir Ihnen ein großes Dankeschön für alles! Mögen Sie noch vielen anderen Tieren helfen."

Im Gespräch mit Lisa, die mit vollem Namen nicht genannt werden möchte, erfährt inFranken.de mehr über die Beweggründe: "Es war uns ein Anliegen, der Klinik, Danke zu sagen für das, was das Personal alles leistet. Das kommt in der heutigen Zeit viel zu kurz, die Kritik bekommt zu viel Raum, im medizinischen Bereich allgemein. Das Gute wird meiner Meinung nach zu wenig gesehen."

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"Emotionale Erpressung ist Alltag": Tierklinik-Team berichtet von krassen Verhältnissen 

Auch die Tierklinik kommt auf das Verhalten und Gefühlsleben von Tierbesitzern zu sprechen: "Wir wissen, dass sich Besitzer bei uns täglich in emotionalen Ausnahmesituationen wiederfinden. Sie verlieren ein geliebtes Tier, eine Behandlung schlägt nicht an oder es treten die in der Medizin so gefürchteten Komplikationen auf. Zusätzlich ist der finanzielle Druck durch die neue Gebührenordnung größer geworden."

Das Personal führe seinen Beruf täglich "nach bestem Wissen und Gewissen durch", liebe Tiere und nehme die "Sorgen um Patienten mit nach Hause". Der Druck sei hoch, ist weiter zu lesen. Schließlich folgen zwei Sätze, die aufhorchen lassen: "Mentale Gesundheit, Depression und Suizid sind leider große Themen im tiermedizinischen Beruf geworden. Vorwürfe, einem Tier schaden zu wollen, auf Profit aus zu sein, negative Google-Rezensionen und emotionale Erpressung sind Alltag eines Tierarztes." I

Im Fall von Poulette jedoch nicht, nimmt die Reichenberger Tierklinik dankbar zur Kenntnis. Auch die Tierheime finden sich regelmäßig in fordernden Situationen wieder. So beispielsweise ein fränkisches Tierheim, das eine üble Befürchtung nach einem Hunde-Fund äußerte. Weitere Nachrichten aus Würzburg und Umgebung findest du in unserem Lokalressort. 

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