Kitzingen — Die Apfelernte in Franken hat dieses Jahr sehr frühzeitig begonnen. Bereits in der ersten Augustwoche konnten Frühsorten wie "Delbarestivale" gepflückt werden. In dieser Woche folgen nun Hauptsorten wie Elstar und Gala.
Die Pflücktermine liegen damit rund zwei Wochen früher als im Vorjahr. Ursache hierfür ist vor allem die ungewöhnlich warme Witterung im März und April, die die Vegetationsentwicklung stark beschleunigt hat.
Für jede Apfelsorte gibt es einen optimalen Pflückzeitpunkt. Werden Äpfel vor diesem Zeitpunkt geerntet, schmecken sie häufig grasig und haben wenig Aroma. Bei zu später Ernte sind sie kaum lagerfähig und verlieren schnell ihre Knackigkeit und Saftigkeit.
Der Reifegrad der Frucht ist objektiv messbar.
Mit Refraktometer, Penetrometer und dem so genannten Stärketest lassen sich der Zuckergehalt, die Festigkeit des Fruchtfleisches sowie der Stärkeabbau des Apfels messen. Für jede Apfelsorte kann auf diese Weise der optimale Erntetermin bestimmt werden.
Die Apfelernte in Franken ist dieses Jahr, bedingt durch die günstigen Wachstumsbedingungen, leicht überdurchschnittlich. Die Obstbauern gehen von einer Menge von circa 160 000 Dezitonnen aus. Dies entspricht einem Plus von etwa zehn Prozent im Vergleich zum unterdurchschnittlichen Jahr 2013. red