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Schweinfurt
Ungeahnte Folge

Post in Franken evakuiert: Stinkendes Paket sorgt für größeren Einsatz von Polizei und Rettungsdienst

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Eine neue Betrugs-Masche macht mal wieder via Mail die Runde. Wenn sie kein Paket erwarten, sollten sie bei Mails zur Sendungsverfolgung vorsichtig sein.  Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa
Eine Schweinfurter Postfiliale musste am Samstag evakuiert werden. Zuvor traten stinkende Gase aus einem Paket aus. Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Ungewöhnlicher Einsatz für Polizei und Rettungskräfte: Am Samstagmorgren (20. Juni 2020) haben mehrere Mitarbeiter der Deutschen Post über gesundheitliche Beschwerden geklagt, nachdem sie stinkende Gase aus einem Paket eingeatmet hatten. Zunächst war der Inhalt des Pakets unklar, weshalb es einen größeren Einsatz von Polizei und Rettungskräften gab.

Wie die Polizei berichtet, wurde die Integrierte Leitstelle der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken gegen 8.20 Uhr darüber informiert, dass im Postgebäude am Schweinfurter Bahnhofsplatz aus einem Paket Gas austreten würde. Mehrere Mitarbeiter der Post klagten über gesundheitliche Probleme. Da nicht klar war, ob von dem Paket eine größere Gefahr ausgehen könnte, rückten umgehend zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdienstes an. 

Postgebäude vorsorglich evakuiert - sechs Mitarbeiter kamen ins Krankenhaus

Die Schweinfurter Polizei räumte vorsorglich das gesamte Gebäude. Rund 60 Postmitarbeiter waren von der Evakuierung betroffen. Im Anschluss wurde das Paket, das zwischenzeitlich gesichert und ins Freie gebracht worden war, genauer unter die Lupe genommen. Erste Erkenntnisse über den Inhalt lagen vor, nachdem Absender und Empfänger der Sendung ermittelt wurden. Es handelte sich um vier thailändische Durian-Früchte, die auch "Stink- oder Kotzfrucht" genannt werden. Ein 50-jähriger Schweinfurter ließ sich diese von einem Bekannten aus Nürnberg nach Hause schicken. 

In Zusammenhang mit dem Vorfall ermittelt die Schweinfurter Polizei nun wegen eines Betriebsunfalls. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft konnten die Früchte nach Einsatzende an den Paketempfänger ausgehändigt werden. Insgesamt mussten zwölf Postmitarbeiter, die über Übelkeit klagten, am Einsatzort versorgt werden. Sechs davon kamen vorsorglich in ein Krankenhaus.