Wohn- und Geschäftshäuser
Baureferent Ralf Brettin erläuterte die Pläne, beschrieb auch die noch zu lösenden Probleme. Das eine Thema ist die Bebauung bis zur Landesgartenschau, entstehen soll ein Mix aus Einfamilienhäusern bis zu Mehrfamilienhäusern mit Wohnungen in verschiedenen Größen sowie Geschäftshäuser. Gerade für einen kleinen dauerhaften Park im Wohngebiet "ist die Landesgartenschau ein Umsetzungsbeschleuniger", so Brettin.
Dazu kommt die Verbindung zwischen der Landesgartenschau-Nutzung mit Ausstellungspavillons, Gärtnermarkt und Einbindung der Halle der Dancefloor Destruction Crew mit der Wohnbebauung. Laut Brettin wird das Kessler Field natürlich ein wichtiger Teil in der Ausschreibung für die Detailplanung zur Landesgartenschau sein, die dieses Jahr in Angriff genommen wird.
Wichtig ist auch der Lärmschutz, denn angrenzend an das neue Wohngebiet sind das Gewerbegebiet Hainig, die Schützengesellschaft und das Willy-Sachs-Stadion.
Eine Idee ist es, einen Geländesprung für eine Quartiersgarage zu nutzen, um das neue Wohngebiet möglichst autofrei zu haben, was CSU-Stadtrat Rüdiger Köhler als "besonderen Kick" des Gebietes empfindet, das "Lust auf mehr" mache.
Ein Thema von Interesse für die Nachbargemeinden Dittelbrunn und Üchtelhausen ist die strategische Entscheidung, was mit der Heeresstraße passieren soll. Im Moment läuft sie parallel zur Floridastraße, die Yorktown erschließt. Die Tendenz geht dahin, die Heeresstraße als zentrale Erschließungsstraße zu nehmen, sowohl für Kessler Field/Yorktown als auch in Hinblick auf eine in vielen Jahren mögliche Erschließung der Pfannäcker und der Mönchskutte.
In der Diskussion legten Frank Firsching (Linke) und Marietta Eder (SPD) Wert darauf, dass der soziale Wohnungsbau in Kessler Field nicht vernachlässigt wird, der aus Sicht von Firsching in Bellevue trotz anderer Aussagen im Vorfeld mit 74 von der SWG gebauten Sozialwohnungen nicht das eigentlich vorgesehene Niveau von 200 erreicht.
Ein Drittel Sozialwohnen
"Damit die Seifenblase nicht wieder wie in Bellevue platzt", so Eder, forderte sie, ein Drittel Sozialwohnungen im Bebauungsplan festzuschreiben. Ulrike Schneider (Schweinfurter Liste/Freie Wähler) kritisierte das Wort "Modellcharakter" für das Kessler Field. Den von Thomas Kästner beschriebenen klimaschützenden energetischen Standard hätte man schon jetzt in Bellevue umsetzen müssen, nicht erst bis 2026, wie nun für Kessler Field geplant.
In der Abstimmung gab es ein 41:1 für die Pläne der Stadt. Marietta Eder stimmte dagegen, da sie zuvor mit einer Antwort des Baureferenten auf eine Nachfrage, wann ein vom früheren SPD-Stadtrat Thomas End vor einem Jahr gestellter Antrag zum Thema Kessler Field von der Verwaltung beantwortet wird, unzufrieden war. Oliver Schikora