Im Kreis Schweinfurt fiebert ein Brautpaar seiner Trauung entgegen. Doch der Standesbeamte steckt im Schnee fest. In letzter Sekunde kommt die Gemeinde zur Hilfe.
Mitten im Schneechaos war eine Hochzeit in Schonungen bei Schweinfurt am Montag (26. Januar 2026) kurz davor, zu platzen. Der Gang zum Standesamt schien nahezu unmöglich. Denn Stefan Rottmann, der Bürgermeister der Gemeinde, welcher das Paar als Standesbeamter an diesem Tag trauen wollte, kam mit dem Auto nicht vom Fleck.
Quasi in letzter Sekunde eilte der Winterdienst zur Hilfe und habe ihm "buchstäblich den Weg frei für die Hochzeit" geräumt, schreibt Stefan Rottmann in einem privaten Instagram-Beitrag im Netz. Statt mit dem Auto brachte ein Mitarbeiter der Kommune den Standesbeamten demnach per Räumfahrzeug zur Trauung.
"Immer war ich pünktlich": Standesbeamter steckt in Schonungenim Schnee fest
"Ich habe in den letzten Jahren mehrere hundert Paare getraut – immer war ich pünktlich", schreibt Rottmann im Netz. Doch am Montag sei es mit dem eigenen Auto "nicht mehr vor und zurück" gegangen.
Dank der Hilfe des Winterdiensts konnte das Brautpaar mit nur wenigen Minuten Verspätung "Ja" zueinander sagen, obendrein gab es ein Erinnerungsfoto mit Schneepflug. "Das war im wahrsten Sinne des Wortes eine märchenhafte Winterhochzeit", waren sich am Ende alle einig, wie Rottmann berichtet. Auch andernorts kam es zu außergewöhnlichen Szenen: In Nürnberg verwandelten einige Wintersportler die Kaiserburg etwa kurzerhand in eine Ski-Piste.