Ein 73-Jähriger war am Samstagabend (07. November 2020) gerade im Begriff in einem Supermarkt in Schweinfurt "Google Play"Guthabenkarten im Wert von mehreren hundert Euro zu kaufen, als eine Verkäuferin des Ladens stutzig wurde, wie das Polizeipräsidium Unterfranken berichtet.

Als sie den Mann ansprach und fragte, warum er denn so viele Guthabenkarten kaufen wolle, antwortete ihr dieser, dass er bei einem Gewinnspiel gewonnen habe. Alles, was er tun müsse, um die Gewinnsumme von 50.000 Euro zu erhalten, wäre, die Guthabenkarten als "Gebühr" zu versenden. Das haben ihm die Verantwortlichen des Gewinnspiels am Telefon mitgeteilt.

Rentner will für mehrere hundert Euro Guthabenkarten kaufen: Verkäuferin wird stutzig

Die Verkäuferin rief daraufhin die Polizei. Diese mussten dem Senior mitteilen, dass es leider kein Gewinnspiel und keine 50.000 Euro Gewinnsumme gibt. Er wäre fast ein Opfer von Trickbetrügern geworden. Diese hätten mit dem "Google Play"-Trick die Guthabenkarten im Wert von mehreren hundert Euro eingesackt und hätten nie mehr etwas von sich hören lassen.

Die Polizei teilt in ihrer Pressemitteilung mit, dass die Verkäuferin goldrichtig gehandelt habe. Mit verschiedenen Betrugsmaschen sollen immer wieder Rentner um ihr Erspartes gebracht werden. 

Die Beamten bitten deshalb jeden, der in einem Supermarkt oder Laden arbeitet, bei ähnlichen Auffälligkeiten nachzufragen und im Falle eines Betruges die Polizei zu alarmieren. Weiter heißt es, dass man selbst darauf achten solle, ob man überhaupt bei einem derartigen Gewinnspiel mitgemacht hat. Denn: Wo kein Gewinnspiel, da auch kein Gewinn.

Bei Verdacht auf Betrug: Polizei kontaktieren

Wer Zweifel hat, ob ein Betrug vorliegt, kann sich jederzeit an eine zuständige Polizeistelle wenden. Dort erhalten Sie Rat.

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