Eine Reisende in der Regionalbahn von Nürnberg nach Treuchtlingen weigerte sich vehement, die vorgeschriebene Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Die Situation eskalierte, nachdem der Zugbegleiter sie aus dem Zug gewiesen hatte, wie die Bundespolizei Nürnberg mitteilte.

Am frühen Montagnachmittag (13. Juni) forderte der Zugbegleiter der Regionalbahn RB 59097 während der Fahrt von Nürnberg nach Treuchtlingen eine 30-Jährige auf, die vorgeschriebene FFP2-Maske zu tragen. Daraufhin wurde die Reisende dem Zugbegleiter gegenüber sofort aggressiv und beleidigend. Aufgrund dessen sprach der Schaffner gegen die Frau einen Fahrtausschluss aus. Die Frau sollte im Bahnhof Georgensgmünd den Zug verlassen. Da sie der Aufforderung nicht nachkam, führte ein Mitarbeiter der DB-Sicherheit die Frau im Bahnhof Georgensgmünd aus dem Zug.

Schaffner mit Schotter beworfen - muss Dienst abbrechen und in ärztliche Behandlung

Das brachte die des Zuges Verwiesene nun komplett in Rage. Sie sprang ins benachbarte Gleis und bewarf den Zugbegleiter und den Sicherheitsdienstmitarbeiter mit Schotter aus dem Gleisbett. Dabei traf sie den Schaffner so hart am Handgelenk, dass dieser seinen Dienst abbrechen und sich später in ärztliche Behandlung begeben musste. Weiterhin wurden an der Lok zwei Seitenscheiben zerstört.

Der Mitarbeiter der DB-Sicherheit blieb unverletzt und konnte die Frau bändigen. Dabei beleidigte, bespuckte und trat die 30-Jährige den Mann. Polizeibeamte der Polizeiinspektion Roth brachten die Frau aus dem Gefahrenbereich. Da die Randalierende Suizidabsichten äußerte, lieferten die Polizisten sie in eine Klinik ein. Wegen des Vorfalls musste der Zugverkehr im Bahnhof Georgensgmünd für über eine Stunde eingestellt werden.

Die Bundespolizei eröffnete gegen die Frau ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung. Weiterhin wurde ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen die Maskenpflicht in Zügen eingeleitet.

Hinweis der Redaktion: Wir berichten für gewöhnlich nicht über Selbstmorde. Eine Ausnahme bilden Fälle von großem öffentlichen Interesse. Bei der Telefonseelsorge erreichst du unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Hilfe in schwierigen, möglicherweise ausweglos erscheinenden Situationen. Innerhalb von Bayern kannst du dich alternativ unter der 0800-6553000 beim Netzwerk Krisendienste Bayern melden. Dort bekommst du rund um die Uhr qualifizierte Hilfe in psychischen Krisen und Notfällen. Unter www.frnd.de ("Freunde fürs Leben") findest du zudem weitere Informationen und Hilfsangebote.