Roth: Polizeibeamter bei Geschwindigkeitsmessung von Pkw erfasst

1 Min
Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa

Roth (ots) -

Am späten Dienstagabend (04.08.2026) erfasste ein Pkw-Fahrer einen Polizeibeamten, der in Roth (Lkrs. Roth) Geschwindigkeitsmessungen mittels eines Laser-Handmessgeräts durchführte. Der Polizist schleuderte mehrere Meter durch die Luft, trug jedoch glücklicherweise nur leichtere Verletzungen davon.

Gegen 22:15 Uhr führten mehrere Beamte der Polizeiinspektion Roth in der Allersberger Straße Verkehrskontrollen durch. Hierbei nahmen sie zudem Geschwindigkeitsmessungen mittels eines Laser-Handmessgeräts vor. Bei der Messstelle (innerorts) handelte es sich um eine Staatsstraße mit Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h.

Der im weiteren Verlauf geschädigte Polizeibeamte (39) fungierte an der Kontrollstelle als Anhalter. Hierzu trug er an der beleuchteten Straße eine Warnweste und führte einen Anhaltestab (umgangssprachlich Kelle) mit Licht mit sich.

Als der spätere Beschuldigte mit rund 50 km/h (laut Messung) auf die Messstelle zufuhr, signalisierte der Beamte dem Pkw-Fahrer mittels des Anhaltestabs die Anhaltung zur Verkehrskontrolle. Der Fahrer (33, rumänischer Staatsangehöriger) des Pkw (Skoda) reagierte hierauf nicht und passierte die Messstelle, an der sich zwei weitere Beamte, ein uniformierter Streifenwagen sowie das aufgestellte Laserstativ befanden.

Der Polizeibeamte, welcher die Anhaltung anzeigte, befand sich zu diesem Zeitpunkt einige Meter hinter der Messstelle und versuchte mittels des beleuchteten Anhaltestabs auf sich aufmerksam zu machen. Der Pkw-Fahrer reagierte auch hierauf nicht und fuhr stattdessen, ohne seine Geschwindigkeit zu reduzieren, auf den Beamten zu. Dieser versuchte noch dem Pkw auszuweichen, wurde jedoch von diesem erfasst und rund fünf bis sechs Meter durch die Luft auf einen angrenzenden Grünstreifen geschleudert.

Der Skoda-Fahrer hielt daraufhin unmittelbar an. Die anwesenden Beamten leiteten sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Der Polizist wurde durch den Rettungsdienst an der Unfallstelle erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Nach bisherigem Erkenntnisstand trug er nur leichtere Verletzungen davon, wurde jedoch zur Beobachtung auf der Intensivstation aufgenommen.

Ein Atemalkoholtest beim Beschuldigten ergab 0,0 mg/l. Durchgeführte Tests auf drogentypische Ausfallerscheinungen verliefen ebenfalls negativ. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird davon ausgegangen, dass der 33-Jährige den Beamten aus bislang ungeklärten Gründen nicht wahrgenommen hatte. Anhaltspunkte, die auf eine vorsätzliche Tat schließen lassen, liegen nicht vor.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Polizeiinspektion Hilpoltstein. Sie leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall gegen den Beschuldigten ein.

Dieser Beitrag wird vom Polizeipräsidium Mittelfranken bereitgestellt. inFranken.de hat den Beitrag nicht redaktionell geprüft.

Original-Content von Polizeipräsidium Mittelfranken übermittelt durch news aktuell