Zum Brand auf dem Firmengelände von Siemens in Nürnberg liegen neue Erkenntnisse vor. Polizeiangaben zufolge hat das Feuer, dass am Dienstag (26. 01. 2021) in einer Maschinenhalle des Nürnberger Siemens-Trafowerks ausgebrochen war,  einen Schaden in Millionenhöhe verursacht. Das teilt die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mit.

Ersten Erkenntnissen zufolge sei eine technische Störung ursächlich für das Feuer gewesen. In der Halle werden Kondensatoren gelagert, einer davon sei in Brand geraten, sagte ein Siemens-Sprecher am Mittwoch. Bei dem Brand wurde laut Polizei eine Person leicht verletzt.

Brand auf Nürnberger Siemens-Gelände: 200 Einsatzkräfte vor Ort

Anwohner hatten der Polizei zufolge am Dienstagabend einen lauten Knall gemeldet. Die Ursache und der Zusammenhang mit dem Brand war noch unklar. Die Feuerwehr löschte das Feuer noch am Dienstagabend. Rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk waren vor Ort.

Der in Brand geratene Kondensator gehöre zum Equipment einer Prüfanlage, erläuterte der Siemens-Sprecher weiter.

Die genaue Ursache für den Brand sei derzeit noch nicht bekannt. Siemens machte keine Angaben zur möglichen Schadenshöhe.

Die Erstmeldung vom Dienstagabend (26.01.2021):

Am Dienstagabend (26.01.2021) ist ein Brand auf dem Firmengelände von Siemens in der Winter-Günther-Straße in Nürnberg ausgebrochen. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt, sind Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und THW mit einem Großaufgebot vor Ort.

Gegen 18:30 Uhr meldeten Anwohner zunächst einen lauten Knall aus Richtung des Firmengeländes. Die ersteintreffenden Kräfte der Feuerwehr fanden eine Lagerhalle auf dem Gelände bereits im Vollbrand vor. Während die Berufsfeuerwehr Nürnberg sowie die Werksfeuerwehr des Unternehmens mit den Löschmaßnahmen begannen, sperrten Kräfte der Polizeiinspektion-Süd, Verkehrspolizei Nürnberg sowie der Bayerischen Bereitschaftspolizei den Verkehr im Bereich der Vogelweiherstraße und Winter-Günther-Straße.

Nach bisherigem Stand wurde bei dem Brand eine Person leicht verletzt. Sie musste nach Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation vom Rettungsdienst behandelt werden.

Vollbrand bei Siemens in Nürnberg: Löscharbeiten dauern noch an

Die Löschmaßnahmen der Feuerwehr dauern zur Stunde noch an (Stand 21:15 Uhr). In der Spitze waren rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und THW im Einsatz.

Wegen der starken Rauchentwicklung vom Brandort in Richtung des Stadtteils Hasenbuck sowie den Bereich der Katzwanger Straße warnten Polizeibeamte die betroffenen Anwohner mittels Lautsprecherdurchsagen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Entsprechende Warnungen wurden auch über den Katastrophenwarndienst KATWARN sowie über den Social-Media Kanal des Polizeipräsidiums Mittelfranken verbreitet.

Die Brandursache und was insbesondere für den lauten Knall gesorgt hat, ist bislang unklar. Noch am Abend begannen Beamte des Kriminaldauerdienstes mit den ersten Ermittlungen am Brandort. Auch über den Sachschaden kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage getroffen werden.