• Tierheim Nürnberg nahm 101 Hundebabys bei sich auf
  • "Anfragestopp" für sämtliche Welpen 
  • Konflikt um geschmuggelte Welpen landete jüngst vor Gericht
  • Die kleinen Vierbeiner waren aus einem illegalem Transport befreit worden
  • Achtung: Die Tiere werden momentan nicht vermittelt 

Das Tierheim Nürnberg hat im März 101 Welpen aus einem illegalen Hundetransport bei sich aufgenommen. Vermittelt werden können die Hundebabys noch nicht, aber für alle haben sich mittlerweile Interessenten gefunden. Der Fall beschäftigt auch die Justiz. Eine rechtliche Entscheidung steht aber noch aus. 

Update vom 25.05.2021: Tierheim Nürnberg verkündet Welpen-"Anfragestopp" 

Die 100 Welpen aus dem illegalen Transport können zwar noch nicht vermittelt werden, in den vergangenen Wochen nahm das Tierheim aber erste Interessentenbögen an und stellte nach und nach die einzelnen Welpen vor. Nun verkündet das Tierheim auf Facebook, dass es keine weiteren Anfragen für die Welpen entgegennehmen wird. Alle Hundebabys haben nun feste Interessenten. Die Tierschützer bitten, von allen weiteren Anfragen abzusehen. 

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Im März waren die damals 101 Tiere aus einem illegalen Transport gerettet worden. Es stellte sich heraus, dass sie viel zu jung von der Mutter getrennt worden waren. Nach und Nach wurden sie im Tierheim Nürnberg liebevoll wieder aufgepäppelt. Ein Welpe war zur großen Trauer der Tierschützer Ende April verstorben.

Die rechtliche Situation zur Vermittlung bleibt weiterhin nicht endgültig geklärt. Mittlerweile ist auch die Justiz eingeschaltet, nachdem der Händler Beschwerde gegen die Quarantäne der Welpen eingereicht hatte. Wann die rechtliche Entscheidung fällt, ist aktuell noch nicht bekannt. 

Update vom 06.05.2021: Streit um geschmuggelte Hundewelpen vor Gericht

Die geschmuggelten Hundewelpen im Nürnberger Tierheim beschäftigen nun auch die Justiz. Der Händler hat Beschwerde gegen die Quarantäne der jungen Hunde eingereicht. Das Verwaltungsgericht Ansbach werde zeitnah über den Eilantrag entscheiden, sagte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag (6. Mai 2021). Solange die rechtliche Situation nicht geklärt ist, kann das Tierheim die Welpen nicht vermitteln.

Die Polizei hatte die Hundebabys Mitte März in einem Transporter mit ungarischen Kennzeichnen entdeckt. Diese sollten den Papieren zufolge in Belgien in den Handel kommen. Nach Angaben des Nürnberger Ordnungsamtes handelte es sich um einen illegalen Transport. Die Altersangaben der Hunde waren demnach alle gefälscht, da diese eigentlich zu jung waren, um aus dem Ausland einreisen zu dürfen.

Die Hündchen kamen wegen fehlender Impfungen in Tollwut-Quarantäne ins Tierheim. Einer der 101 Welpen sei inzwischen gestorben, sagte Leiterin Tanja Schnabel. Den anderen gehe es den Umständen entsprechend gut. «Sie leiden immer noch unter Darmparasiten, einige Hunde müssen noch operiert werden.»

Ordnungsamt: Unterbringung und Pflege der Welpen verursachen hohe Kosten

Die Unterbringung der Welpen im Tierheim, die Behandlung vom Tierarzt und die Impfung verursachen nach Angaben des Ordnungsamts hohe Kosten. Diese sollen nach Möglichkeit dem Züchter aus Ungarn oder den Empfängern in Belgien in Rechnung gestellt werden.

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Deshalb erhofft sich Ordnungsamtsleiter Robert Pollack auch in Hinblick darauf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach. «Wir sind sehr gespannt, wie das Gericht das sieht. Die Rechtsmaterie ist aber sehr kompliziert.» Das Gericht muss Pollack zufolge auch entscheiden, ob die Tiere nach Ende der Quarantäne an den Halter herausgegeben werden müssen.

Aktuell können die Behörden diesem nur Verstöße gegen die vorgeschriebene Tollwut-Impfung nachweisen. Die Kriminalpolizei ermittelt auch wegen möglicher tierschutzrechtlicher Verstöße. Die Ermittlungen seien jedoch umfangreich und liefen noch, sagte Polizeisprecher Wolfgang Prehl.

Die Polizei entdeckt in Bayern immer wieder geschmuggelte Hundewelpen und Katzenjungen. Allein in diesem Jahr waren es nach Angaben des Landestierschutzverbandes bisher etwa 400 Tiere. Einen Grund sehen die Tierschützer in der gestiegenen Nachfrage nach Haustieren infolge der Corona-Pandemie, was auch unseriöse Angebote befördere. 

Update vom 02.05.2021: Tierheim Nürnberg sucht Interessenten für weitere Welpen

Das Tierheim Nürnberg sucht erneut Interessenten für verschiedene Welpen. Am Montag (3. Mai 2021) stellte das Tierheim die Hundekinder auf seiner Facebook-Seite vor. Es handelt sich um vier Rottweiler-Welpen, davon zwei Mädchen und zwei Rüden. Außerdem werden sieben Bernhardiner-Welpen vorgestellt, davon drei Mädchen und vier Rüden. 

Achtung: Die Welpen werden weiterhin nicht vermittelt. Das Tierheim sucht lediglich nach Interessenten für sie. Es steht aktuell noch nicht fest, wann die Hunde das Tierheim verlassen dürfen. Interessenten können sich nur über den Interessentenbogen des Tierheims bewerben - Anrufe werden nicht berücksichtigt. Hier geht es zum Interessentenbogen.

Die kleinen Welpen kennen aktuell noch nichts außer ihrem Herkunftsort und dem Tierheim. Sie brauchen sehr viel Geduld, Fürsorge und Zeit. Außerdem sind sie noch nicht stubenrein und kennen das Gassigehen noch nicht. Deshalb sollte das Interesse an den Tieren wohl überlegt sein. Sie werden nur in ruhigere Umgebungen vermittelt, betont das Tierheim.

Update vom 21.04.2021: Tierheim Nürnberg sucht Interessenten für Welpen

Wie das Tierheim Nürnberg auf Facebook mitteilt, sucht das Tierheim Interessenten für die ersten Hundewelpen. Am Dienstag (20. April 2021) stellte das Tierheim die zu vermittelnden Hunde vor. Es handelt sich um insgesamt neun Welpen verschiedener Rassen.

Die rechtliche Situation zur Vermittlung sei trotzdem noch nicht endgültig geklärt. Wann die Welpen das Tierheim letztendlich verlassen können, stehe ebenfalls noch nicht sicher fest. Einige der Hundebabys seien zudem noch mit Giardien infiziert, was bei einer Anfrage zu berücksichtigen sei. Bewerbungen seien ausschließlich über den Interessentenbogen des Tierheims möglich - von Anrufen bittet das Tierheim Nürnberg nach wie vor abzusehen.

Kürzlich mussten die Mitarbeiter den Tod der Hundewelpin "Ayla" verkraften. "Die anderen Welpen sind glücklicherweise weitgehend stabil", erklärt das Tierheim.

Unterdessen hat die Einrichtung eine große Geldspende erhalten: Die Manfred Roth-Stiftung des gleichnamigen Norma-Gründers übergab den Tierschützern einen Scheck über 20.000 Euro. "Die Freude darüber ist riesig", erklärt das Tierheim. Man erhalte regelmäßig großzügige Spenden der Stiftung.

In einer ersten Meldung haben wir berichtet, dass die ersten Welpen vermittelt werden sollen. Das war falsch. Die entsprechenden Passagen wurden korrigiert. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Update vom 12.04.2021: Tierheim Nürnberg trauert um Welpen "Ayla“

Die kleine Schäferhündin „Ayla“ aus dem illegalen Hundetransport ist verstorben. Das teilt das Tierheim Nürnberg in einem emotionalen Post auf Facebook (07.04.2021) mit. 

„Wir sind so traurig und gleichzeitig wütend, dass sie keine Chance auf ein tolles Leben hatte“, schreiben die Tierschützer. Zuvor war die kleine Hündin zusammengebrochen und musste in die Tierklinik gebracht werden. Kurz darauf ist sie verstorben. Leider kein Einzelfall bei geretteten Hunde-Babys: „Immer wieder passiert sowas bei den Transportwelpen“, beklagt das Tierheim. Die Trauer um den Schäferhundwelpen ist groß: „Mach’s gut kleine Ayla, wir werden dich immer im Herzen tragen“, verabschieden sich die Helfer von ihrem Schützling. 

Update vom 22.03.2021: Tierheim Nürnberg zum Gesundheitszustand der Hunde-Welpen

101 Hunde-Welpen wurde aus einem Tiertransport gerettet. Seitdem werden sie Tierheim Nürnberg aufgepäppelt.

Am Montagmittag (22. März 2021) erklären die Tierschützer nun, wie es um die Hündchen steht. "Es geht ihnen den Umständen entsprechend. Ein paar mussten in die Krankenstation umziehen, da sie schwächer sind als andere. Zum Glück haben sie keine Parvovirose, aber leider ansonsten alle anderen möglichen Darmerkrankungen."

Update vom 17.03.2021: "Das musste jetzt mal raus!" - Tierheim Nürnberg verschafft Ärger Luft

Nachdem am vergangenen Wochenende im Tierheim Nürnberg 101 Hundewelpen auf einmal untergekommen sind, haben die Mitarbeiter dort alle Hände voll zu tun. Um die Schar an Jungtieren nach ihrer erduldeten Odyssee von Ungarn nach Franken aufzupäppeln, bedarf es viel Arbeit, Liebe und Zeit. Keiner der geschmuggelten Babyhunde kann deshalb auf absehbare Zeit vermittelt werden. Dies gefällt offenbar nicht jedem. 

In einem emotionalen Facebook-Post berichtet das Tierheim von enttäuschten Welpen-Interessenten, die sich anscheinend auf ihre Art an der Einrichtung rächen wollen. "Warum versucht ihr, uns zu erpressen? Warum bedroht ihr uns damit, schlechte Bewertungen im Internet zu schreiben, nur weil ihr keinen Welpen jetzt und gleich bekommt und wir auch keine reservieren oder Fragen beantworten?", fragen die Nürnberger Tierschützer. 

Dass die erschöpften und teilweise kranken Hunde bis auf Weiteres im Tierheim bleiben müssen, begreift offenbar nicht jeder. Statt die mehr als 100 Welpen ungestört versorgen zu können, müssen die Mitarbeiter mitunter zeitraubende Telefonarbeit verrichten. "Wir haben es mehr als einmal geschrieben und auch mehrfach drum gebeten, nicht telefonisch nachzufragen. Nur heute hatten wir bestimmt 150 Anrufe deshalb. Wisst ihr, wie sehr das aufhält?"

"Diese Welt ist einfach nur traurig"

Doch damit offenbar nicht genug: "Und sich dann noch vorwerfen zu lassen, wir seien unfreundlich (wir haben niemand beleidigt o.ä. aber irgendwann kann man auch nicht mehr ins Telefon singen!). Uns aber dann damit zu drohen, ,dann schreiben wir jetzt schlechte Bewertungen' ist einfach nur noch entmutigend", erklären die Tierfreunde. "Bald veröffentlichen wir einfach nichts mehr zu den Welpen! Diese Welt ist einfach nur traurig."

Zum Schluss des emotionalen Posts wird noch einmal deutlich, wie wichtig dem Tierheim Nürnberg die veröffentlichte Nachricht war. "Das musste jetzt mal raus! Jetzt gehen wir uns weiter um die wichtigen Dinge kümmern! Danke für Euer Verständnis!"

Erstmeldung vom 15.03.2021: Gerettete Welpen im Tierheim Nürnberg nicht vermittelbar

Aufmerksame Polizisten haben am Samstagabend (13. März 2021) einen Transporter mit der Aufschrift "Live #Animals" in der Äußeren Sulzbacher Straße in Nürnberg angehalten. Der Lastwagen war laut Angaben der Polizei Mittelfranken von Ungarn nach Belgien unterwegs. An Bord befanden sich 101 Hundewelpen unterschiedlicher Rassen, darunter beispielsweise Bernhardiner und Dackel.

Die Babyhunde wurden ins Tierheim Nürnberg gebracht. Dort werden die etwa sechs bis elf Wochen alten Welpen nun tierärztlich versorgt. "Es geht ihnen den Umständen entsprechend, alle haben Durchfall und sind sehr erschöpft", berichtet das Tierheim auf seiner Facebook-Seite.  

Laut den Tierschützern müssen die kleinen Hunde bis auf Weiteres im Tierheim bleiben. "Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Welpen nicht zur Vermittlung stehen und auch keinerlei Nachfragen beantwortet werden!", heißt es vonseiten des Tierheims. "Wir haben gerade wirklich Wichtigeres zu tun und können auch keine Fragen von Interessenten am Telefon beantworten!" Aktuell gelte es, die Welpen zu stabilisieren und die kommenden Wochen abzuwarten.

Tierschützer bitten um Spenden für kranke Hundekinder

Erst vor Kurzem landeten mehrere geschmuggelte Welpen im Nürnberger Tierheim. Nach eigenen Angaben befinden sich dort derzeit 126 Hunde in Tollwutquarantäne. "Einige Mischlinge sowie Zwergspitze sitzen schon seit mehreren Wochen bei uns", erklären die Tierfreunde, die ihrerseits jetzt die Bevölkerung um Hilfe bitten. "Wir sind nun dringend auf Unterstützung angewiesen! Wir benötigen unbedingt ab sofort Bettwäsche ohne Knöpfe oder Reißverschlüsse und Laken ohne Gummizug." Entsprechende Bettwäsche könne täglich zwischen 8 und 17 Uhr im Tierheim in der Stadenstraße 90 vorbeigebracht werden.

Die Tierschützer bitten darüber hinaus um finanzielle Unterstützung bei den Tierarztkosten:

  • Spendenhotline: 0900 / 111 0 116 (5 Euro pro Anruf für das Tierheim, nur aus dem deutschen
    Festnetz)
  • Charity-SMS: Kennwort "TIERHEIM“ an die 81190 (5 Euro pro SMS für das Tierheim)
  • Per Überweisung: IBAN DE 98 7605 0101 0005 8976 16 (BIC SSKN DE77 XXX), Stichwort "Welpen“ oder Paypal: info@tierheim-nuernberg.de
  • Sachspenden via Amazon

Nürnberger Polizei entdeckte illegalen Hundetransport bei Kontrolle 

Die mehr als 100 Hundewelpen waren am späten Samstagabend im Zuge einer Fahrzeugkontrolle von Nürnberger Polizisten entdeckt worden. "Heute Nacht gegen 23:50 Uhr kontrollierten unsere Kollegen der Inspektion Nürnberg-Ost einen Transporter mit der Aufschrift "Live Animals" in Nürnberg (Äußere Sulzbacher Straße). Er war von Ungarn nach Belgien unterwegs." Das teilte die Polizei Mittelfranken auf Twitter mit. 

Im Zuge der Kontrolle stellten die Beamten in dem Fahrzeug 101 Hundewelpen fest. Da es Zweifel an dem Gesundheitszustand, den Papieren und der Beförderung der Welpen gab, wurde das Tierheim Nürnberg verständigt. Die Mitarbeiter des Tierheimes bestätigten leider den Verdacht der Polizei:

  • Die Tiere hatten nichts zu Trinken und zu Essen, obwohl Wasser und Futter mitgeführt wurde
  • Die Größen der Tiere passten nicht zum angegebenen Alter in den mitgeführten Impfpässen
  • Alle Welpen litten unter starkem Durchfall und waren dehydriert
  • Zwei Welpen wurden möglicherweise durch den Transport im beengten Käfig verletzt

Hunde sichergestellt - Ermittlungen gegen Fahrer laufen

Alle Tiere wurden daraufhin sichergestellt und an das Tierheim Nürnberg übergeben. Gegen den Fahrer des Transporters wird weiter ermittelt.

Angesichts der Corona-Pandemie hat das Tierheim Nürnberg derweil eine schlimme Befürchtung: Die Tierschützer rechnen damit, dass nach dem Lockdown viele vermittelte Hunde wieder zurückgegeben werden.

 

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