• Tierheim Hersbruck: Fundkatze sollte kastriert werden - große Überraschung beim Tierarzt
  • "Mila" bringt vier gesunde Katzenbabys zur Welt: Anfänglich "zickige" Katze wurde immer zutraulicher
  • Kätzchen "Mina" und "Finny" suchen noch ein Zuhause - "Hauptsache, sie dürfen zusammenbleiben"
  • "Sind sehr lebhaft": Quirlige Katzenbabys sollen nun vermittelt werden

Im Tierheim Hersbruck ist im Herbst vergangenen Jahres die Fundkatze "Mila" gelandet. "Zu Beginn ließ sie sich kaum anfassen und hat viel gefaucht", erzählt die stellvertretende Tierheimleitung Ronja Seidl. Nachdem weder Chip noch Tätowierung gefunden wurden und sich auch sonst niemand gemeldet hat, beschloss das Tierheim, sich der Katze gänzlich anzunehmen. "Wir wollten 'Mila' kastrieren lassen", so Seidl. Doch die Kastration musste warten.

Tierheim Hersbruck: Fundkatze "Mila" bringt überraschend Babys zur Welt 

"Eine Stunde nach 'Milas' Kastrationstermin erhielten wir einen Anruf, dass das mit der Kastration nichts wird", erzählt Seidl. Die Fundkatze trug nämlich bereits zu diesem Zeitpunkt mehrere Katzenbabys in sich. Zurück im Tierheim widmete sich die normalerweise "zickige" Katze "Mila" ganz ihrer Schwangerschaft.

An einem Tag sei sie plötzlich ganz besonders genervt von den Pflegern und Pflegerinnen gewesen - "aber sie wurde auch überraschenderweise zutraulicher. Am nächsten Morgen haben wir nur noch ein lautes Brummen vernommen." Als man dann nachsehen wollte, fand man dann fünf Katzen vor: die frisch gebackene Katzenmama "Mila" sowie ihre vier Katzenbabys.

"Zu Beginn war sie noch sehr gestresst, aber 'Mila' hat sich schnell entspannt und uns dann sogar an die Babys herangelassen." Jeden Tag kontrollierten die Pfleger*innen die vier Jungen, wobei auch "Mila" immer zutraulicher wurde. Zwei von den vier Babys wurden bereits vermittelt, für die Katzenmädchen "Mina" und "Finny" fehlt jedoch noch ein Zuhause. "Sie sind sehr lebhaft, finden alles cool und sind bei allem neugierig dabei." Geboren wurden die beiden am 12. September 2022.

"Hauptsache, sie dürfen zusammenbleiben": Babykätzchen Mina und Finny suchen Zuhause

Die zwei Katzenjunge könnten sowohl als Hauskatzen als auch als Freigänger gehalten werden: "Hauptsache, sie dürfen zusammenbleiben." Die beiden seien bei Auszug außerdem geimpft, entwurmt, entfloht und gechippt. Die Kastration fehle noch, die Kosten würden aber vom Tierheim übernommen.

Es hätten sich bereits Menschen gefunden, die die Katzenkinder potenziell bei sich aufnehmen würden - andere dürften sich jedoch auch jederzeit gern noch im Tierheim Hersbruck melden. "Und falls es mit diesen beiden nicht klappt: Wir haben eigentlich immer etwas da, was ein Zuhause sucht", sagt Seidl.

Aktuell seien noch neun Katzenkinder bereit für eine Vermittlung, "und in der Quarantäne warten bereits die nächsten." Und auch Katzenmama "Mila" ist noch auf der Suche nach einem neuen Zuhause.

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