Tiergarten Nürnberg freut sich über niedlichen Gorilla-Nachwuchs: Süßes Affen-Baby im Zoo geboren. Der Nürnberger Tiergarten hat seit dieser Woche einen neuen Bewohner. Gorilla-Mama Louna brachte am Dienstagabend (13. Oktober 2020) ein Junges zur Welt. Die 14 Jahre alte Mutter kümmert sich laut Tiergarten fürsorglich um ihren Nachwuchs. "Das Jungtier trinkt gut und wirkt kräftig", berichtet die Stadt Nürnberg.

Auch der Rest der Gorillagruppe hat den Neuzugang in den eigenen Reihen willkommen geheißen. Besonders der fast einjährige Kato interessiert sich demnach sehr für sein Halbgeschwisterchen. Neben Louna und ihrem Neugeborenen leben in der Nürnberger Gorillagruppe der Vater des Jungtiers und Haremschef Thomas sowie das Weibchen Habibu mit ihrem Sohn Kato.

Tiergarten Nürnberg: Gorilla-Baby ist Lounas zweites Kind

Laut Tiergarten Nürnberg handelt es bei dem neuen Gorilla-Baby um Lounas zweites Jungtier. Ihr Erstgeborenes war allerdings eine Frühgeburt, die nur wenige Stunden nach ihrer Geburt am 2. November 2019 verstarb. Im Juni dieses Jahres musste im Tiergarten außerdem das Gorilla-Weibchen Lena eingeschläfert werden.

Hintergrund: Louna kam am 30. Januar 2013 aus dem Leipziger Zoo nach Nürnberg. Das am 13. Juli 2006 in Leipzig geborene Gorillaweibchen wurde vom damals neuen Leipziger Silberrücken nicht akzeptiert und aus der Gruppe gebissen. Auf Empfehlung des Erhaltungszuchtprogramms der europäischen Zoos kam das junge Gorillaweibchen nach Nürnberg.

Flachlandgorillas sind kritisch bedroht. Neben Wilderei und Lebensraumverlust sind Menschenaffen in der Wildbahn auch zunehmend von Epidemien bedroht, die auch den Menschen zusetzen. So hat Ebola ganze Gruppen von Menschenaffen ausgelöscht und Corona wird auch als reale Gefahr für Menschenaffen angesehen. Insofern werden die Zoopopulationen aufgrund der geschützten und kontrollierbaren Bedingungen in Zoos zu immer relevanteren Reservepopulationen für Flachlandgorillas.

Seit Mai 2020 können die Gorillas im Tiergarten Nürnberg die umgestaltete Außenanlage nutzen. Erstmals haben Besucher nun die Gelegenheit, die Gorillas ungestört von Zaun oder Scheiben zu beobachten.