Nürnberg: SEK-Einsatz wegen geistig verwirrtem Mann: Im Nürnberger Osten sorgte laut Polizei am Dienstag (03.09.2019) ein 31-jähriger, geistig verwirrter Mann für einen größeren Polizeieinsatz, bei der die Polizei auch Spezialeinheiten einsetzen musste.

Nur einen Tag zuvor eskalierte in Nürnberg ein Familienstreit: Weil ein eine 28-Jährige schlug, schritt ein Nachbar ein und ging mit einem Eishockeyschläger auf den Schläger los. Der 48-Jährige holte daraufhin einen Baseballschläger.

Verwirrter Mann aus Nürnberg bedroht Polizisten mit "Knüppel"

Gegen 19.30 Uhr ging ein Anruf bei der Polizei ein: Ein Bewohner des Hauses würde randalieren und andere Bewohner bedrohen. Außerdem soll er einer Person drohen, sie "abzustechen".

Als die Polizei vor Ort eintraf, empfing der 31-jährige Mann sie mit einem knüppelähnlichen Gegenstadt, bedrohte sie damit und verschwand wieder in seiner Wohnung. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen etwa 1,70 Meter langen Ast eines Baumes gehandelt hat. Anschließend begannen die Ermittlungen gegen den Mann, der möglicherweise Schusswaffen besitzen sollte.

Spezialeinheiten müssen Wohnungstür aufbrechen

Daraufhin riefen die Polizisten die Verhandlungsgruppe Mittelfranken und Spezialeinheiten zu der Wohnung des 31-Jährigen. Rund um das Gebäude wurde eine Absperrung errichtet, Straßen mussten zudem für den Verkehr gesperrt werden.

Die Verhandlungsgruppe versuchte, den 31-Jährigen zu beruhigen und ihn dazu zu bringen, seine Wohnung zu verlassen. Der Mann stand lediglich am Fenster und hielt ein Messer in der Hand. Gegen 21.45 Uhr öffneten Spezialeinheiten die Wohnungstür und konnten den Bewohner widerstandslos festnehmen.

Polizei ermittelt gegen geistig verwirrten Mann

Ein Alkoholtest ergab einen Promillewert von mehr als 1,6. Die Polizei ordnete an, den Mann in eine psychiatrische Fachklinik unterzubringen. Gegen ihn wird nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung eingeleitet. Schusswaffen fand man in der Wohnung allerdings nicht.