inFranken.de hat das Schicksal von Olivér verfolgt, den ein Tumor zum Pflegefall machte. Nun ist er gestorben. Eine fränkische Freundin der Familie meldet sich mit einem Beitrag.
Anfang 2025 berichtete inFranken.de zum ersten Mal über Olivér aus Ungarn. Melanie Motzet aus Schwabach ist mit der Familie befreundet und verfolgte mit Sorge seinen gesundheitlichen Abbau seit Herbst 2024 mit. Symptome wie Übelkeit und Schwindel stellten sich als Hirntumor heraus.
Zwei Jahre führte er einen unfassbaren Überlebenskampf mit Bestrahlungen, Operationen, künstlicher Beatmung und Therapien. Im Juli 2026 sagten die Ärzte ihm dann nur noch wenige letzte Wochen voraus. Weil der 13-Jährige die Sorge seiner Eltern spürte und verstand, wie es um ihn stand, tröstete er sie sogar und sagte Sätze wie: "Ich möchte dich nochmal umarmen". Melanie Motzet setzte eine Spendenkampagne für seine Eltern auf, in der sie am Dienstag (3. November 2026) ein trauriges Update postete.
Schwabacherin trauert um 13‑Jährigen – Tod kam überraschend
Demnach fing sich Olli vor zwei Wochen einen Infekt ein und musste wegen schlechter Blutwerte ins Krankenhaus, so die Schwabacherin. Sein Zustand verbesserte sich allmählich und am 29. Oktober konnte er nach Hause zurückkehren. "Er war sehr glücklich darüber, dass er wieder zu Hause war, spielte am Nachmittag noch eines seiner Lieblingsspiele am Tablet und telefonierte dann mit seiner Schwester Tilda, die er so vermisst hat", heißt es.
Danach verhielt er sich aber sehr unruhig, wollte mit seinen Eltern über viele Themen sprechen und schlief schwer ein. "Seine Eltern haben, wie immer, im Wechsel bei ihm geschlafen und zusätzlich zu den Geräten, auf ihn aufgepasst. Kurz vor 2 Uhr hat er dann aufgehört, zu atmen", so Melanie Motzet. Ein Wiederbelebungsversuch konnte ihn nicht mehr retten. "Auch wenn die Ärzte vorausgesagt haben, dass Olivér nicht mehr viel Zeit bleibt, war es am Freitag überraschend, da er am Tag zuvor ja erst mit guten Werten aus dem Krankenhaus entlassen wurde", führt Motzet fort.
Ein Teil ihrer Familie wolle zur Beerdigung am 10. November anreisen. "An alle Spenderinnen und Spender an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön. Wir und vor allem Olivérs Familie sind überwältigt von so viel Zuspruch, Mitgefühl und Anteilnahme", richtet sie sich an die Öffentlichkeit. "Durch eure Spenden konnte sich die Familie voll und ganz auf Olivér fokussieren und musste sich um Kosten von Therapien und Hilfsmittel weniger sorgen." Die Spendenkampagne werde noch bis zum 22. November aktiv bleiben.