Orange, Mandarine, Clementine: Was ist eigentlich der Unterschied?

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Bei dem Schmuddelwetter draußen vor der Tür kommt die Vitaminspritze der Zitrusfrüchte jetzt gerade recht, denn der hohe Vitamin-C-Gehalt stärkt die Abwehrkräfte
Bei dem Schmuddelwetter draußen vor der Tür kommt die Vitaminspritze der Zitrusfrüchte jetzt gerade recht, denn der hohe Vitamin-C-Gehalt stärkt die Abwehrkräfte
CC0 / Pixabay / MissKarin

Das Winterobst gibt es in vielen Geschmacksvariationen. Aber wie unterscheiden sich Orangen, Mandarinen und Co. eigentlich und welche Sorten eignen sich für welchen Zweck am besten?

Orangen gehören zu den beliebtesten Obstsorten überhaupt und sind in fast jedem Haushalt zu finden. Doch hinter dem Begriff verbirgt sich mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Es gibt zahlreiche Sorten, die sich in Aussehen, Geschmack und Verwendung teils deutlich voneinander unterscheiden. Wer genauer hinschaut, entdeckt eine erstaunliche Vielfalt an Zitrusfrüchten mit eigenen Besonderheiten.

Süßorangen

Wer in eine schöne frische Orange beißen möchte oder auch deren Saft auspressen, sollte zu einer Süßorange greifen. Sorten wie Salustiana und Valencia eignen sich hervorragend für einen frischgepressten Orangensaft, da sie beide praktisch kernlos sind. Die Sorte Salustiana ist eine der saftreichsten Orangen überhaupt und so reichen oft schon zwei Exemplare für ein ganzes Glas Orangensaft völlig aus. 

Neben den typischen Rundorangen gibt es noch die sogenannten Nabelorangen, die einen kleinen Gnubbel aufweisen, der laut Lebensmittelhändler Edeka nichts anderes ist, als eine zweite kleine Frucht, die allerdings nicht ausgewachsen ist. Sie hat sich sozusagen noch nicht abgenabelt, daher der Name. Die großen Früchte schmecken nicht nur aromatisch süß, sie lassen sich auch leicht schälen und zerteilen, was abends auf dem Sofa beim Fernsehgucken nicht zu unterschätzen ist. Beliebte Sorten sind die feinherbe und kernlose Navel Powell sowie die Cara Cara, die mit ihrem rosafarbenen Fruchtfleisch ein wenig an Kirschen erinnert. 

Die dritte große Gruppe der Süßorangen sind die Blut- und Halbblutorangen, die durch ihren süßen fruchtigen Duft auffallen. Ihr Fruchtfleisch ist je nach Sorte zartrosa bis nahezu braunschwarz eingefärbt. Als Faustregel gilt: Je dunkler das Fruchtfleisch, desto süßer der Geschmack, wobei sie zumeist eine leicht bittere Note aufweisen. Wer einen Orangensaft möchte, der nicht so süß ist, sollte hier zugreifen. Die fruchtige und feinbittere Sorte Moro hat einen relativ hohen Saftanteil, wohingegen die mildere Sorte Tarocco durch einem hohen Vitamin-C-Anteil besticht. 

Es gibt noch eine vierte Gruppe der Süßorangen und das sind die säurefreien Orangen, die bei Kindern meist sehr beliebt sind, da sie sehr süß schmecken. 

Bitterorangen und Kumquats

Bitterorangen werden auch Pomeranzen genannt. Sie machen ihrem Namen nämlich alle Ehre, denn mit ihrem sauer-bitterem Geschmack eignen sie sich vor allem für Marmeladen, Gelees, Liköre oder eben auch Dekorationszwecke. 

Im Handel finden sich auch noch die Kumquats, die auch als Zwerg-Orange oder Zwerg-Pomeranze bezeichnet werden. Die (ovale) Kumquat ist recht klein und nur in etwa so groß wie eine Dattel. Sie wird mitsamt Schale und Kernen gegessen. Während die Schale süßlich-herb schmeckt, ist das Fruchtfleisch deutlich sauer bis bitter. Aber bitter macht ja bekanntlich lustig. 

Apfelsinen, Clementinen und Mandarinen

Wem jetzt noch die Apfelsinen fehlen, dem sei gesagt, dass Apfelsine nichts weiter als ein anderes Wort für Orange ist. Es bedeutet in etwa soviel wie Apfel aus Sina, sprich: China. Die Apfelsine ist also im Wortsinne ein Chinaapfel. Laut Lebensmittelhändler Rewe hieß die Apfelsine zwischenzeitlich sogar Appelsina. 

Clementinen und Mandarinen werden bei uns im Alltag oft verwechselt. Dabei handelt es sich um zwei ganz unterschiedliche Früchte. Clementinen sind aus einer Kreuzung von Pomeranzen und Mandarinen hervorgegangen. Sie schmecken schön süß und sind (nahezu) kernlos. 

Mandarinen sind kleiner und schmecken weniger sauer als Orangen. Außerdem sind sie einfach zu schälen und lassen sich leicht in einzelne Segmente unterteilen. Interessanterweise sind die Orangen ursprünglich aus einer Kreuzung von Pampelmusen und Mandarinen hervorgegangen.