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Nürnberg
Gastronomie in der Krise

"Man baut einen Schuldenberg auf": Fränkisches Restaurant muss wegen Corona schließen

Das Nürnberger Restaurant "Green Lion" muss schließen. Grund dafür ist die Corona-Krise - und die damit verbundenen finanziellen Einbußen.
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Das "Green Lion" in Nürnberg muss schließen - schuld daran ist die Corona-Krise. Foto: Green Lion - Fitness Food House GmbH.

Aufgrund der Corona-Krise müssen die ersten Restaurants schließen - die Gastronomie ist von der Pandemie besonders betroffen. So auch das "Green Lion" in Nürnberg. Das Risiko sei einfach zu hoch. Vor allem im Falle einer zweiten Welle würde man sich einen Schuldenberg aufbauen, erzählt Christine Löhner, Gründerin und Geschäftsführerin von "Green Lion" im Gespräch mit inFranken.de.

Es sei schwer, sich über Wasser zu halten, wenn "man das ganze Jahr nur Minus macht", erklärt Christine Löhner. Sie betrieb neben mehreren Coachings, Workshops und Kochkursen das Restaurant "Green Lion" am Äußeren Laufer Platz 9 in Nürnberg. Aufgrund des "wirklich schrecklichen, wirtschaftlichen Ausmaßes" müsse der Laden dauerhaft schließen. 

Nur noch 30 Prozent Umsatz: "Starker Einbruch, der sich nicht wieder erwirtschaften lässt"

Im Mai verbuchte Löhner nur noch 30 Prozent ihres eigentlichen Umsatzes. Sie spricht von einem "großen starken Umsatzeinbruch, der sich nicht wieder erwirtschaften lässt". Die Entscheidung sei ihr schwergefallen, ihr Restaurant hatte zuvor fast fünf Jahre geöffnet. Dennoch: "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es die richtige Entscheidung", ist sich Löhner sicher. 

Eine Rettung wäre indes nur schwer möglich gewesen: "Da hätten wir einen Investor gebraucht", erklärt die Geschäftsführerin. Allerdings hätten auch Politik und Finanzamt einen Beitrag leisten können: "Was toll gewesen wäre, wenn das Finanzamt die 19 Prozent Mehrwertsteuer rückvergütet hätte. Das hätte enorm geholfen". 

Am meisten fehlen Christine Löhner das Essen und die Kunden, aber auch die lockere Restaurantatmosphäre: "Einfach insgesamt das Restaurantleben". Allerdings lebt das Projekt "Green Lion", wenn auch ohne Restaurant, natürlich weiter. "Vorerst wird sich das Green Lion auf Fitness-Kochkurse und Clean-Eating-Coaching/Workshops/Seminare/Vorträge konzentrieren als auch auf Gastronomie- und Firmen-Beratung für gesündere Küchen und Kantinen", schreibt das Unternehmen auf Facebook. Auch ein neues Restaurant sei irgendwann denkbar - allerdings dann an einem neuen Standort.  

Insbesondere Bars und Kneipen leiden unter der Corona-Krise. Wirtschaftliche Einbußen sind die Folge. Inzwischen sind aber sogenannte Freischankflächen erlaubt - zum Teil werden sie von der Stadt Nürnberg sogar bereitgestellt.