Klima-Aktivisten der Bewegung "Students for Future" fuhren am Dienstag mit dem Fahrrad von Nürnberg über Erlangen nach Bamberg. Der Frankenschnellweg musste zeitweise gesperrt werden, es kam zu Verkehrsbehinderungen.
- "Ohne Kerosin nach Berlin": "Students for Future"-Bewegung startete Fahrraddemo
- Klima-Aktivisten wollen nach Berlin fahren
- Auch Erlangen und Bamberg waren betroffen
- Verkehrsbehinderungen am Dienstag (24. August 2021): Frankenschnellweg gesperrt
Die Umwelt-Aktivisten rund um "Students for Future" starteten am Dienstag (24. August 2021) eine neue Aktion. Mit dem Fahrrad wollen die Klimaschützer jetzt weiter bis nach Berlin fahren. Erst im Juli fand in der Bamberger Innenstadt eine Demonstration von "Fridays for Future" statt. Im öffentlichen Personennahverkehr kam es deshalb zu Behinderungen auf allen Linien.
Update vom 24.08.2021: Rad-Demo legt Frankenschnellweg lahm - so lief die Klima-Aktion
Am Dienstagvormittag (24.08.2021) startete in Nürnberg eine Delegation der "Students for future"-Bewegung zu einer Fahrrad-Sternfahrt. Ihr Ziel: die Hauptstadt Berlin. Gemeinsam mit anderen "Future"-Initiativen protestierten die rund 150 Teilnehmer auf diese Weise für eine Verkehrswende und mehr Klimagerechtigkeit. Man müsse auch viel mehr Geld in den öffentlichen Nahverkehr investieren und weg vom Verbrennerauto kommen, forderte Organisatorin Sarina Haushofer unter anderem in einem Interview.
Um 10 Uhr startete auf dem Kornmarkt eine Auftaktveranstaltung der Demonstrierenden, wie News5 berichtet. Anschließend radelte die Delegation in Richtung Erlangen, heißt es. Der Demonstrationszug fuhr dabei auch über den Frankenschnellweg, Nürnbergs größte Verkehrsader.
Dafür habe die Straße zwischenzeitlich von der Polizei gesperrt werden müssen. Außerdem kam es zu einigen Verkehrsbehinderungen. Das große Verkehrschaos sei jedoch ausgeblieben, so die Agentur. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, wollten die Demonstrierenden eigentlich bis Erlangen-Bruck auf der A73 bleiben. Doch die Stadt Nürnberg hatte dies laut BR nur bis zur Jansenbrücke genehmigt. Der Grund: Zu gefährlich - auch für andere Verkehrsteilnehmende.
Update vom 24.08.2021, 11.25 Uhr: "Students for Future" startet Fahrrad-Sternfahrt in Nürnberg
Die Delegation der "Students for Future"-Bewegung ist am Dienstagvormittag in Nürnberg zu ihrer Fahrrad-Sternfahrt aufgebrochen. Das Ziel der Umwelt-Aktivisten: Berlin. Gemeinsam mit anderen sogenannten "Future"-Initiativen protestieren die Teilnehmer auf diese Weise für eine Verkehrswende und mehr Klimagerechtigkeit.
Um 10 Uhr startete auf dem Nürnberger Kornmarkt die Auftaktveranstaltung der Demonstranten. Anschließend radelt die Delegation in Richtung Erlangen. Das Tagesziel ist Bamberg. Über die gesamte Strecke der Aktivisten hinweg kann es zu Verkehrsbehinderungen und Stau kommen.
Ob wir wohl auch erfahren, wie die ganzen Fahrräder wieder nach Hause gebracht werden?
- Fahrradträger am SUV?
- per Diesel-LKW?
- im ÖPV?
Diese Scheinheiligen werden kaum den ganzen Weg zurück auch
per Fahrrad zurücklegen.
Nur meine Meinung.
Es ist ja so einfach: Fehlen Argumente, wird pauschal diffamiert.
Das Fahrrad kann tatsächlich im Zug mitgenommen werden!
Polizei voraus!!
Lastenfahrräder als Begleitfahrräder mit Sauerstoffflaschen und Einmann-fraupackungen vegan bereit stellen. Live Berichterstattung durch FT!!
Wie sähe es eigentlich aus, wenn sich hunderte Diesel-SUV-"Aktivisten" zu einer "Demonstration" gegen künstlichen Umweltfanatismus treffen und für massivste Verkehrsbehinderungen sorgen würden? Würde es wohl eher zwei oder doch gar drei Minuten dauern, bis ein gewaltiges Polizeiaufgebot alle Beteiligten auseinandertreibt und abstraft?
Nun kann eine Demonstration, welche die auch von der Wissenschaft weltweit nahezu einhellig verantwortlich gemachten Mißstände anprangert und Abhilfe fordert, schwerlich als Ausdruck eines "künstlichen Umweltfanatismus" eingestuft werden.
Zum zweiten garantiert das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, daß man sich jederzeit friedlich und ohne Waffen versammeln und in diesem Rahmen seine Meinung kundtun darf. Dieses Recht steht auch "Diesel-SUV-'Aktivisten'" zu. Aufgabe der Ordnungsbehörden einschließlich Polizei ist, die Wahrnehmung dieses Rechts gegen Anfeindungen und Attacken zu verteidigen.
Das Versammlungsrecht gibt für Versammlungen unter freiem Himmel Regeln vor. So sind solche den zuständigen Behörden gegenüber vorab anzumelden (Ausnahmen gelten, bilden sie sich aus spontanem Anlaß heraus), einer Genehmigung bedarf es hingegen nicht. Zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung können die Behörden in erforderlichem Umfang (nicht darüber hinaus) Auflagen erteilen. Ein Verbot kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht, wenn die Veranstaltung selbst (nicht etwaige Gegenaktionen) oder die zu erwartenden Teilnehmer/innen begründeten Anlaß geben, daß sie Rechtsverstöße beabsichtigen und / oder Sicherheit und Ordnung massiv gefährden könnten. Sowohl gegen Auflagen als auch gegen ein Verbot steht der Rechtsweg offen.
Ein Grundrecht auf jederzeit freie Fahrt sieht das Grundgesetz nicht vor.