• Sucheinsatz am Samstagabend in Nürnberg
  • Hubschrauber und 30 Feuerwehrleute suchen nach verwirrter Frau auf Johannisfriedhof
  • Gesuchte 77-Jährige meldet sich später selbst bei Feuerwache

Am frühen Samstagabend (5. Dezember 2020) machte ein Passant gegen 17.20 Uhr eine beunruhigende Beobachtung in Nürnberg. Im verschlossenen Johannisfriedhof bemerkte er eine Frau, die einen verwirrten Eindruck auf ihn machte, berichtet die Feuerwehr

Nürnberger Feuerwehr ruft Polizeihubschrauber als Verstärkung

Der Passant sprach mit der Dame durch das Gitter hindurch und wählte den Notruf 112. Dann lief die Frau wieder in den dunklen Friedhof hinein.

Die ersten Feuerwehrleute trafen ein, sprachen mit dem Passanten und machten sich auf die Suche nach der Frau. Dafür sprangen sie über die Friedhofsmauer.

Nachdem sie die Vermisste nicht finden konnten, wurde ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera gerufen. Dieser suchte etwa 20 Minuten später das gesamte Friedhofsgelände ab. Leider konnte auch der Hubschrauber keine Person finden.

30 Feuerwehrleute durchkämmen Johannisfriedhof

Nun durchkämmten 30 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Almoshof und Buch, sowie der Feuerwache 1 systematisch den Friedhof. Der Johannisfriedhof ist zwar nicht sehr groß, allerdings durch viele Bäume, Sträucher und hohe Grabsteine schwer einzusehen, so die Feuerwehr. Auch unterstützte der Pfarrer die Suche und sperrte einige Zugänge auf. Die Suche musste ohne Ergebnis beendet werden, die Dame war nicht zu finden.

Dann folgte die Wendung: Um 19.50 Uhr klingelte zufällig eine ältere Dame am Gebäude der naheliegenden Feuerwache 1 an der Reutersbrunnenstraße und sagte, sie habe sich verlaufen. Der Beschreibung des Passanten am Johannisfriedhof nach war dies die gesuchte Dame. Wie sie aus dem verschlossenen Friedhof herauskam, konnte nicht mehr geklärt werden.

Aufgrund einer Unterkühlung wurde die 77-Jährige vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, teilt die Polizei mit. Dort wurde sie erstversorgt und dann in die Obhut von Verwandten übergeben. Am Ende hat der Sucheinsatz in Nürnberg ein gutes Ende genommen.