"Das für Verkehrsaufgaben zuständige Sachgebiet E4 des Polizeipräsidiums Mittelfranken und die Verkehrspolizei Nürnberg lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zu Verkehrspräventionstagen am Freitag (05.08.2022) und Samstag (06.08.2022) in der Nürnberger Innenstadt ein",  wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt. Dort informiere man über das Thema "verbotene Kraftfahrzeugrennen". 

Auch in Mittelfranken seien verbotene Rennen zur Anzeige gebracht worden. Nicht selten komme es zu folgenschweren Unfällen. Ob es sich um ein verabredetes Duell oder ein kurzes spontanes Kräftemessen an der Ampel mit anschließender maximaler Beschleunigung handle, spiele dabei keine Rolle: Die mittelfränkische Polizei zeige "null Toleranz für Raser".

Seit 2017 habe der Gesetzgeber mit dem §315d des Strafgesetzbuches (StGB) eine Gesetzesnorm geschaffen, die bereits die Teilnahme an solch einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen unter Strafe stelle. Die Strafen reichten von bis zu zwei Jahren Haft bei bloßer Teilnahme bis hin zu zehn Jahren Freiheitsstrafe, wenn durch das Rennen andere Personen verletzt oder gar getötet würden.

Die Konsequenzen reichten noch weiter: Bestehe der Anfangsverdacht der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen werde regelmäßig der Führerschein des Fahrers, in manchen Fällen sogar das verwendete Fahrzeug "an Ort und Stelle beschlagnahmt", so die Polizei. 

Polizeihauptkommissar Reinhold Eckl: "Wer mit über 100 km/h durch das Stadtgebiet fährt, setzt nicht nur sein eigenes sondern vor allem auch das Leben von anderen aufs Spiel". Er und sein Team hätten deshalb eine spezielle Kontrolleinheit gegründet, die die Szene ins Visier nehme. Die Kontrollgruppe CarTuning (KoCarT) führe seit dem Jahr 2021 regelmäßige Kontrollaktionen in Mittelfranken durch. "Die speziell geschulten Beamten kennen sich nicht nur bei den technischen Veränderungen in der Tuningszene aus. Sie haben auch die sogenannten 'Poser' im Blick", so die Polizei. 

Der Infostand werde am Freitag auf dem Kornmarkt, am Samstag am Jakobsplatz zu finden sein. "Die Beamtinnen und Beamten möchten interessierte Bürgerinnen und Bürger aufklären, mit der Zielgruppe ins Gespräch kommen und Bewusstsein für die enormen Gefahren schaffen", heißt es. Hierbei werde unter anderem auch ein originales Autowrack eines schweren Verkehrsunfalls aus 2018 in Niederbayern für jeden sichtbar ausgestellt. Die Polizisten stünden an beiden Tagen jeweils von 16.00 Uhr bis 21.30 Uhr Rede und Antwort.

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