• Nürnberg: Restaurant "Piadina Romagnola" entsteht am Hauptmarkt
  • Betreiber übernimmt Namensrechte und Logo von Laufer Vorgänger
  • Gericht soll Erinnerungen an Italien-Urlaube wecken

Am Nürnberger Hauptmarkt will das Restaurant "Piadina Romagnola" bald italienisches Flair versprühen. Robert Horka ist mitbeteiligt und hat eine emotionale Verbindung zu dem Gericht, was in Nürnberg noch nicht sehr präsent sei. Sein Konzept unterscheide sich etwas von den italienischen Vorbildern.

Nürnberger Piadine-Restaurant aus Liebe zum Italien-Urlaub geboren

Während der Pandemie öffnete Familie Tempesti das "La Piadina Romagnola" in Lauf und verkaufte das gefüllte italienische Fladenbrot in verschiedenen Varianten. Im Februar 2022 folgte jedoch die Schließung. In Nürnberg bekommt es bald ein zweites Leben - zumindest mit gleichem Namen und Logo, kündigt Horka im Gespräch mit inFranken.de an. Er war bis vor kurzem Dehoga-Kreisvorsitzender in Nürnberg und betreibt mehrere Restaurants und Hotels, darunter das Hotel "Elch". Hier ist Jörg Engelhardt Pächter von "Engelhardt's Bio-Restaurant".

Die beiden hätten sich für das Nürnberger "Piadina Romagnola" als Geschäftspartner zusammengetan und die Namensrechte, das Logo und "ein paar Geräte" von Alessandro Tempesti übernommen. "Ich kenne Piadine seit meiner Kindheit. Ich liebe sie und sie gehören zu meinen Italienreisen - speziell in der Emilia Romagna", schwärmt Horka. Aus dieser Region stamme die Spezialität - wie viele weitere international beliebte Speisen.

In Italien würden die Piadine zumeist aus Ständen und Buden verkauft. "Ich wollte schon immer ein Piadine-Restaurant eröffnen." Am Nürnberger Hauptmarkt erfülle sich dieser Traum für den 50-Jährigen nun. Hier werde das Fladenbrot auf Metallplatten und nicht auf Keramik "wie früher in Rom" gebacken. "Wir werden das frühere Armenessen in Szene setzen."

"Von Anfang an vegan" und italienisches Bier

Schön an dem Produkt sei, "dass es von Anfang an vegan ist", erklärt Horka. So könne er den flexitarischen, vegetarischen und veganen Geschmack bedienen. Daneben kündigt er eine "lustige Getränkekarte mit italienischen Getränken und italienischem Bier" an. Die Gäste könnten sich in das Restaurant "gemütlich reinsetzen" oder ganz im Sinne des Streetfoods ihre Speisen mitnehmen. Mit Steh- und Sitzplätzen bieten die Räumlichkeiten laut Horka Platz für etwa 50 Menschen

Die Umbauarbeiten laufen seit Anfang Juli. Eine grüne "Tropical Wall" sei beispielsweise für die Einrichtung in Planung, doch die eingeschränkten Lieferketten führten zu Unsicherheit, wann die Eröffnung genau stattfinden könne. In Deutschland seien Piadine-Lokale selten, sagt Robert Horka. "Es taucht hin und wieder auf einer Speisekarte mal auf, aber das wird was ganz anderes."

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