Laden...
Nürnberg
Preis-Entwicklung

Günstig wohnen in Franken: In diesen Landkreisen sinken die Immobilien-Preise

Spannende Entwicklung in Franken: Deutschlandweit steigt der Preis für Eigentumswohnungen um circa zehn Prozent. In manchen fränkischen Regionen sinkt er jedoch. Wo wird Wohnen billiger?
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Immobilienmarkt ist von der Corona-Krise stark betroffen. Es finden kaum noch Besichtigungen statt. Dennoch könnten Interessierte nun findig werden.
Der Wohnungsmarkt in Franken birgt Überraschungen: Manche Regionen werden entgegen dem deutschlandweiten Trend günstiger. Foto: Tobias Hase (dpa)

Einige fränkische Landkreise entwickeln sich entgegen dem Trend: Deutschlandweit ist der Kauf- und Mietpreis von Wohnraum weiter gestiegen. Das zeigen die Daten des Postbank Wohnatlas, in dem die Bank jährlich Daten über die Entwicklung des Immobilienmarktes erhebt. Die spannendste Erkenntnis: In drei Regionen in Franken sinken die Preise.

Wollen Sie eine Immobilie kaufen? Auf immo.inFranken.de finden Sie zahlreiche Angebote!

Im aktuellen Bericht erkennen die Analysten, dass die Immobilienpreise grundsätzlich weiter steigen: Um rund 10 Prozent im deutschlandweiten Vergleich - und das sogar mit herausgerechneter Inflation. So kostete ein Quadratmeter 2018  durchschnittlich noch 2.203 Euro, 2019 schon 2.454. Franken liegt mit 2.335 Euro/qm unter den durchschnittlichen Preisen. Doch das ist nicht überall so.

Hier wird Wohnen in Franken billiger

Während die Preise, wie erwartet, weiter steigen, gibt es einzelne Regionen mit besonders auffälligen Erkenntnissen: In insgesamt 31 Landkreisen sind die Kaufpreise nämlich gesunken - drei davon sind in Franken. In Kulmbach, Rhön-Grabfeld und Miltenberg sind die Preise um 4,66, 4,03 und 3,06 Prozent gesunken. 

Für potenzielle Käufer in Kulmbach bedeutet das beispielsweise, dass man im Vergleich zu 2018 nun 56 Euro pro Quadratmeter weniger zahlt. Diese drei Landkreise sind jedoch auch in Franken eine Ausnahme, denn in manch anderen Landkreisen explodieren die Preise geradezu.

Das sind die teuersten Städte Frankens

Gerade der Wohnraum in Städten ist besonders gefragt, denn Infrastruktur, Arbeitsplätze und Freizeitmöglichkeiten sind hier besonders gut gebündelt. Daher verwundert es nicht, dass die Preise dort besonders hoch sind. In Franken führen Erlangen, Würzburg und Nürnberg das Ranking der teuersten Städte an. Mit 3.809 Euro/qm ist Erlangen besonders teuer und liegt im deutschlandweiten Vergleich sogar auf Platz 30. Teuerste Region ist die Stadt München, wo der Quadratmeter über 8.000 Euro kostet.

Insgesamt gibt es in Franken sechs Städte, in denen der Preis über 3.000 Euro pro Quadratmeter liegt - vier davon waren letztes Jahr noch unter dieser Grenze:

  1. Erlangen von 3.516 (2018) auf 3.809 €/qm (2019)
  2. Würzburg von 3.007 (2018) auf 3.299  €/qm (2019)
  3. Nürnberg von 2.974,81 (2018) auf 3.242 €/qm (2019)
  4. Aschaffenburg von 2.888 (2018) auf 3.231 €/qm (2019)
  5. Bamberg von 2.960 (2018) auf 3.216 €/qm (2019)
  6. Fürth von 2.861 (2018) auf 3.034 €/qm (2019)

Auch ländliche Regionen sind enorm gefragt

Doch nicht nur in den Städten sind die Preise gestiegen: Auch in manchen fränkischen Landkreisen sind die Kaufpreise pro qm aufgrund der großen Nachfrage regelrecht in die Höhe geschossen.

Spitzenreiter ist der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge mit über 30 Prozent. Dort zahlte man 2018 nur rund 855 Euro/qm - 2019 waren es dann schon 1.150 Euro. Auch deutschlandweit gehört der Landkreis zu den sechs Landkreisen mit der größten Steigerung.

Auch in Kitzingen und der Stadt Hof haben sich die Preise mit rund 25 Prozent gewaltig erhöht. Der teuerste Landkreis in Franken ist Erlangen-Höchstadt, wo der Quadratmeter 3.262 Euro kostet. 

Hier ist die Nachfrage besonders groß

Der Immobilienmarkt unterliegt dem klassischen wirtschaftlichen Grundsatz, dass der Preis nach Angebot und Nachfrage variiert. Je eher die Leute in eine gewisse Region ziehen möchten, desto höher auch der Preis. Welche Teile Frankens im vergangenen Jahr besonders gefragt waren, zeigt sich in folgender Grafik: 

Eva Grundwald, Leiterin des Immobiliengeschäfts der Postbank, erklärt den anhaltenden Auswärtstrend so: "Niedrige Zinsen, große Nachfrage und knappes Angebot – das waren auch 2019 die wichtigsten Preistreiber am Immobilienmarkt. Eine Trendwende ist derzeit in den meisten Regionen Deutschlands nicht in Sicht."

Wer also überlegt, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, sollte zuschlagen, denn günstiger wird es eher nicht. 

Es gibt viele Faktoren, die einen Einfluss auf die Attraktivität einer Region haben - einen besonders großen Einfluss hat die Bevölkerungsstruktur: Wie sich diese in Franken gestaltet, erfahren Sie hier.