"Fridays for Future"-Demonstrationen in Franken - Polizei zieht Bilanz: Am Freitag (24. September 2021) fanden in ganz Deutschland Klimastreiks der Bewegung "Fridays for Future" statt. Auch in Nürnberg und Erlangen gingen die Menschen für eine klimafreundlichere Politik auf die Straße. Das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtet, dass die Demos größtenteils friedlich verliefen.

In der Nürnberger Innenstadt kam es jedoch zu einem Zwischenfall, bei dem die Beamten einschreiten mussten. Etwa 2.000 Menschen versammelten sich zum Auftakt des Protests an der Wöhrder Wiese. Anschließend formierte sich ein Aufzug durch die Innenstadt. Am Hauptmarkt verschafften sich fünf Umweltaktivisten mit einer Leiter Zutritt zu einem Vordach.

"Fridays for Future": Zwischenfall bei Demonstration in Nürnberg

Sie zeigten ein Transparent und zündeten Pyrotechnik, sogenannte Rauchtöpfe. Nach mehrfacher persönlicher Aufforderung der Einsatzkräfte erklärten sich drei der Demonstranten bereit, das Dach zu verlassen. Die Berufsfeuerwehr Nürnberg wurde hinzugerufen und holte sie mit einer Drehleiter nach unten.

Die zwei übrigen Aktivisten mussten schließlich mit körperlicher Gewalt vom Dach gebracht werden. Weder Einsatzkräfte noch die Protestierenden wurden dabei verletzt. Gegen die fünf Personen wird nun wegen des Verdachts auf Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Abbrennens pyrotechnischer Gegenstände ermittelt.

Nachdem die Versammlung fortgesetzt wurde, wurde in der Menge erneut Pyrotechnik gezündet. Bei entsprechenden Kontrollen und Identitätsfeststellungen stellte die Polizei zwei weitere Rauchtöpfe sicher. Gegen die beiden möglichen Verursacher wurden ebenfalls Ermittlungen eingeleitet. Der Rest der Demo verlief ohne weitere Sicherheitsstörungen.

Auch im Erlanger Stadtgebiet fand eine "Fridays for Future"-Demonstration statt. Nach einer Kundgebung am Schlossplatz zogen die Aktivisten durch die Stadt bis zum Röthelheimpark. Es nahmen rund 2.000 Menschen teil, was laut Polizei zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, besonders im öffentlichen Nahverkehr, führte. Abgesehen davon verlief die Demonstration jedoch weitestgehend störungsfrei.