Fränkische Traditionsfirma verkauft - zwei Drittel der Mitarbeiter müssen gehen

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Bayreuther Firma Adolf Riedl verkauft - zwei Drittel der Jobs fallen weg
Seit mehr als 70 Jahren ist das fränkische Unternehmen Adolf Riedl aus Bayreuth bereits für seine Bademode bekannt. Nun hat ein niederländischer Investor die Firma übernommen.
Adolf Riedl GmbH & Co. KG
Stadt Bayreuth
Bayreuther Firma Adolf Riedl verkauft - zwei Drittel der Jobs fallen weg
Seit mehr als 70 Jahren ist das fränkische Unternehmen Adolf Riedl aus Bayreuth bereits für seine Bademode bekannt. Nun hat ein niederländischer Investor die Firma übernommen.
Adolf Riedl GmbH & Co. KG
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Bayreuther Firma Adolf Riedl verkauft - zwei Drittel der Jobs fallen weg
Seit mehr als 70 Jahren ist das fränkische Unternehmen Adolf Riedl aus Bayreuth bereits für seine Bademode bekannt. Nun hat ein niederländischer Investor die Firma übernommen.
Adolf Riedl GmbH & Co. KG
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Bayreuther Firma Adolf Riedl verkauft - zwei Drittel der Jobs fallen weg
Seit mehr als 70 Jahren ist das fränkische Unternehmen Adolf Riedl aus Bayreuth bereits für seine Bademode bekannt. Nun hat ein niederländischer Investor die Firma übernommen.
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In Oberfranken ist ein geschichtsträchtiges Unternehmen in neue Hände gelegt worden. Die Übernahme geht jedoch mit harten Einschnitten einher.

Seit mehr als 70 Jahren ist das oberfränkische Unternehmen für seine Bademode bekannt. Ende 2025 musste die traditionsreiche Firma Adolf Riedl aus Bayreuth Insolvenz anmelden. Aufgrund der finanziellen Schieflage schien die Zukunft ungewiss - nun wurde jedoch eine Lösung gefunden, wie die zuständige Kanzlei Dr. Beck & Partner mitteilt.

Die Sunflair GmbH, eine neu gegründete Gesellschaft der niederländischen Zulk Holding B.V. habe den Betrieb demnach zum 1. Mai 2026 übernommen. Allerdings gibt es im Unternehmen nicht für alle Mitarbeiter eine Zukunft: Zwei Drittel der Jobs fallen weg. Lediglich 40 der zuletzt 117 Mitarbeiter, alle Auszubildenden mitgerechnet, wurden nach Angaben der Kanzlei übernommen.

Investor übernimmt Bayreuther Bademoden-Hersteller Adolf Riedl - "substanzielle Einschnitte"

Entschieden worden sei dabei nach den künftigen betrieblichen Anforderungen und der Fortführungsfähigkeit des Betriebs. Für alle Riedl-Beschäftigten, die nicht übernommen wurden, sei eine Transfergesellschaft eingerichtet worden. Acht Monate lang sollen die Mitarbeiter im Rahmen dieser gezielt bei der beruflichen Neuorientierung unterstützt werden - etwa mit individuellen Beratungs- oder Vermittlungsangeboten. Nahezu alle Angestellten hätten dieses Angebot angenommen, teilt die Kanzlei mit.

Der Schritt sei laut Gläubigerausschuss und Insolvenzverwaltung ein "tragfähiger, wenn auch leider mit substanziellen Einschnitten verbundener Interessenausgleich". Auf diese Weise wolle man ein nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Das Unternehmen Adolf Riedl erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von circa 20 Millionen Euro. Nach der Insolvenzantragstellung Anfang November 2025 hatte Insolvenzverwalter Joachim Exner gemeinsam mit der Geschäftsführung den Geschäftsbetrieb stabilisiert und aktiv nach einem strategischen Partner gesucht.

Die Zulk Holding B.V. ist das niederländische Mutterunternehmen der Sunflair GmbH und steht hinter den bekannten Bademodenmarken Beachlife und Cyell. Das Unternehmen ist in mehreren europäischen Märkten aktiv.