Im ersten Halbjahr 2022 melden die drei bayerischen Verkehrsflughäfen München, Nürnberg und Memmingen insgesamt ganze 15 Millionen Passagiere. Das hat das Landesamt für Statistik in Fürth jetzt bekannt gegeben.

"Damit übersteigen die Passagierzahlen vom Januar bis Juni dieses Jahres schon jetzt das gesamte Jahresaufkommen 2021", stellen die Verkehrsstatistiker der Behörde anhand von Auswertungen des Statistischen Bundesamts fest.

Flughafen Nürnberg hat die höchsten Steigerungen bei Passagieren - 1,2 Millionen Menschen flogen von hier

Dieses hätte im deutlich stärker von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2021 nur bei 14,5 Millionen Fluggästen gelegen. Das Niveau aus dem Jahr 2019 mit seinen 25,4 Millionen Passagieren, also vor der Pandemie, sei aber bei weitem noch nicht erreicht. Das Fracht- und Postaufkommen entwickelte sich demnach im ersten Halbjahr 2022 mit einem Plus von 83,0 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Halbjahr und einer Tonnage von rund 138 000 Tonnen etwas weniger stark.

Von Januar bis Juni 2022 starten und landen laut der Behörde insgesamt 144.641 Flugzeuge (einschließlich Transitverkehr) auf den drei Flughäfen - eine Steigerung um 225,4 Prozent. Nürnberg meldete insgesamt 1,2 Millionen Passagiere und verzehnfachte damit sein
Passagieraufkommen gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 (plus 901,6 Prozent). Die Zahl der Starts und Landungen vom Albrecht-Dürer-Airport habe von Januar bis Juni 2022 um 250,9 Prozent auf 12.444 Flugbewegungen zugenommen. Das Fracht- und Postaufkommen sei demgegenüber um 31,6 Prozent auf knapp 2.700 Tonnen gesunken.

Bayerns größter Flughafen München zählte im ersten Halbjahr 2022 bei 124.917 Starts und Landungen (plus 231,9 Prozent) rund 12,9 Millionen Passagiere und meldete damit, so das Fürther Amt, nahezu eine Versechsfachung der Fluggäste gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Das Fracht- und Postaufkommen sei ebenfalls deutlich um 89,3 Prozent auf gut 135.000 Tonnen gestiegen. "Memmingen verzeichnet insgesamt 848.000 Passagiere bei 7280 Starts und Landungen und damit mehr als viermal so viele Flugreisende wie im Vergleichszeitraum", heißt es. 

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