Feuchter Hundehalterin erlebt Horror-Ostern: "Frohe Ostern und so..." beginnt Lisa Schüchner aus Feucht (Landkreis Nürnberg) einen emotionalen Facebook-Post. Am Ostersonntag ließ sie ihre siebenjährige Taya - ein Saarloos Wolfhund - in den Garten. Wenig später sei sie dann schlapp wirkend und mit zittrigen Hinterbeinen zurückgekommen.

"Innerhalb von Minuten ist das immer schlimmer geworden. Sie hat angefangen zu speicheln und zu zittern, das hat fast gewirkt wie ein Krampfanfall", sagt Schüchner inFranken.de. Der erbrochene grau-grüne Schleim mit säuerlichem Geruch habe sie dann sofort an eine Vergiftung denken lassen. Die einzige giftige Pflanze im Garten - ein Blauregen - schloss sie als Ursache aus. "Taya ist in ihrem ganzen Leben noch nie da rangegangen und wir haben auch einen Welpenschutz davor."

Feucht: Hündin vergiftet? - "Taya konnte kaum noch stehen"

Die Gabe von giftstoffbindenden Kohletabletten war durch das starke Speicheln der Hündin nicht möglich. Gemeinsam mit ihrer Mutter ist Schüchner dann in die Tierklinik gefahren. "Ich war so verzweifelt. Ich war fest davon überzeugt, ich kriege meinen Hund nicht mehr lebend zur Klinik", erinnert sie sich. Dort angekommen konnte Taya kaum noch stehen. Das Personal erkannte den Notfall sofort und sei sehr "auf Zack" gewesen, sagt Schüchner.

Innerhalb weniger Minuten wurde der Hund sediert, um das Zittern zu unterdrücken, und geröntgt. Das Ergebnis: Der Magen war aufgebläht und darin befand sich eine "weiße und krümelige Substanz". "Da hieß es dann, das wäre Gift, so sähe das im Magen aus", erklärt Schüchner. "Taya konnte gar nicht mehr geradeaus schauen und die Ohren haben in alle Richtungen gezittert und gewackelt", beschreibt sie den Zustand ihres Hundes. Aus den Symptomen habe das Klinikpersonal auf ein Nervengift geschlossen.

Eine Nacht musste Taya in der Klinik bleiben. Nachdem ihr Magen und Darm ausgespült wurden, musste das restliche Gift mit einer Infusion bekämpft werden. Auch heute ist Taya noch schlapp und müde, sie schläft viel und hat keine Lust, mit ihren Welpen zu spielen, beschreibt Schüchner die aktuelle Situation.

Feuchter Hundehalterin will Anzeige erstatten - und hat eine Vermutung

Seit Ostersonntag dürfen die Hunde nun nicht mehr in den Garten. "Wir wollen erst alles sichern und Maulkörbe besorgen", sagt Schüchner. "Ich weiß nicht, ob es ein Einzelfall war oder ob jemand es speziell auf meine Hunde abgesehen hat, weil sie so wölfisch aussehen. Vielleicht hat jemand Angst vor ihnen", stellt sie Vermutungen über die Ursache der Vergiftung an. Noch heute will sie Anzeige bei der Polizei erstatten, in der Hoffnung, dass ein Täter gefunden wird.