Rednitzhembach (ots) -
Am Samstagmittag (08.08.2026) brach in einer Einrichtung für betreutes Wohnen in Rednitzhembach (Lkrs. Roth) ein Brand aus. Zahlreiche Bewohner mussten evakuiert werden. Eine Person erlitt schwere Verletzungen.
Gegen 12:40 Uhr wurde der integrierten Leitstelle Rauch aus dem Dach des Gebäudes in der Steigerwaldstraße gemeldet. Bereits auf Anfahrt der Einsatzkräfte bestätigte sich diese Meldung in Form einer weithin sichtbaren Rauchsäule. Vor Ort stellten die Kräfte fest, dass sich mindestens eine Wohnung im Dachgeschoss bereits im Vollbrand befand.
Während umgehend mit Löschmaßnahmen begonnen wurde, organisierte die Feuerwehr die Menschenrettung aus den vom Brand unmittelbar betroffenen vier Wohnungen. Aus einer der Wohnungen retteten die Feuerwehrleute eine schwerverletzte Person. Diese kam nach einer ersten Behandlung vor Ort mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Parallel evakuierten Feuerwehr und Polizei den restlichen Gebäudekomplex. Hiervon waren in Summe knapp 50 Personen betroffen. Nach etwa einer Stunde war das Feuer gelöscht.
Neben der schwerverletzten Person erlitten zwei weitere eine Rauchgasintoxikation. Eine davon kam zur weiteren Behandlung in ein Klinikum. Die andere Person konnte vor Ort behandelt werden.
Die evakuierten Personen wurden in das nahegelegene Gemeindezentrum gebracht, wo sie vom Rettungsdienst sowie einem Arzt betreut wurden. Zudem standen ihnen hier Mitarbeitende der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) zur Verfügung.
Sowohl zur Brandursache als auch zum entstandenen Schaden kann bis dato keine Aussage getroffen werden. Durch Spezialisten des THW wird der betroffene Gebäudeteil hinsichtlich einer weiteren Bewohnbarkeit inspiziert. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken kam vor Ort und hat die ersten Ermittlungen zur Klärung der Brandursache eingeleitet.
Bei dem Einsatz waren insgesamt über 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr (rund 190; u.a. Rednitzhembach, Roth, Schwabach, Abensberg, Büchenbach, Ottersdorf und Schwanstetten), Rettungsdienst (rund 80; u.a. Bayerisches Rotes Kreuz, Johanniter, RKT und zwei Rettungshubschrauber), THW und Polizei (Polizeiinspektionen Roth und Schwabach, Verkehrspolizei Feucht, USK Mittelfranken) vor Ort.