Ein Autofahrer fährt in Nürnberg mit hoher Geschwindigkeit vor der Polizei davon und baut einen Unfall. Die Beamten entdecken daraufhin den Grund für die Flucht.
Die rasante Flucht eines Autofahrers vor der Polizei in Nürnberg endete am frühen Dienstagmorgen (15. September 2026) mit einem schadensträchtigen Unfall. Nach der Festnahme des Fahrers wurde offensichtlich, warum er sich den Beamten hatte entziehen wollen.
Wie die Polizei berichtet, sollte der 38-Jährige gegen 03.20 Uhr in der Gustav-Adolf-Straße kontrolliert werden. Nachdem ihm das Signal zur Anhaltung gegeben worden war, flüchtete der Fahrer jedoch plötzlich in Richtung Rothenburger Straße.
Unfall bei Verfolgungsjagd in Nürnberg - Hoher Schaden
Bei seinem Fluchtversuch überfuhr er eine rote Ampel mit rund 150 km/h und folgte der Gustav-Adolf-Straße in südlicher Richtung. Seine überhöhte Geschwindigkeit wurde ihm dort schließlich zum Verhängnis, als er von der Fahrbahn abkam und mit einem Ampelmast kollidierte. Der deutsche Staatsangehörige wurde vor Ort festgenommen und zur Dienststelle gebracht.
Weil er augenscheinlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, führte ein Arzt auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme durch. In dem Fahrzeug wurde eine geringe Menge Crystal gefunden. Weitere Ermittlungen ergaben außerdem, dass der Beschuldigte nicht einmal im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Überdies bestand ein Haftbefehl gegen ihn.
Der am Fahrzeug des Mannes und am Ampelmast entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf rund 15.000 Euro. Die Verkehrspolizei hat mittlerweile unter anderem ein Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.