Ein Dreifamilienhaus im Kreis Nürnberger Land gerät plötzlich in Flammen. Der Löscheinsatz der Feuerwehr dauerte mehrere Stunden und barg Gefahren für die Einsatzkräfte.
Bei einem Dachstuhlbrand in einem Dreifamilienhaus in Winkelhaid (Nürnberger Land) ist am Freitagabend (17. Juli 2026) nach ersten Schätzungen ein Schaden von rund einer Million Euro entstanden. Ursache des Feuers am Freitagabend war vermutlich ein Blitzeinschlag, wie die Polizei mitteilte.
Der Löscheinsatz der Feuerwehr dauerte mehrere Stunden. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ihr Zuhause ist jedoch nicht mehr bewohnbar. Gegen 19.46 Uhr wurden zunächst die Feuerwehren Winkelhaid und Altdorf zu einer starken Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus alarmiert. Als Ursache wurde ein Blitzeinschlag gemeldet, heißt es bei der Nachrichtenagentur News5.
Schwierige Löscharbeiten am brennenden Dachstuhl
Beim Eintreffen der ersten Kräfte sei dichter gelblicher und schwarzer Rauch aus dem Dachbereich gedrungen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der Gefahr einer schnellen Brandausbreitung wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Einsatzkräfte nachalarmiert.
Im Zuge der Löscharbeiten schlugen immer wieder Flammen aus dem Dach, das mit Blech eingedeckt und mit einer Photovoltaikanlage bestückt war. Um an die Brandherde zu gelangen, musste die Feuerwehr das Dach öffnen. Auch im Inneren des Gebäudes waren mehrere Atemschutztrupps im Einsatz. Aufgrund der Gefahrenlage durften die Kräfte jedoch nicht bis in den Spitzboden vordringen. Die Lösch- und Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Nachtstunden an.
"Das ist schon ein sehr hohes Aufkommen zurzeit an Brandgeschehen oder Unwettergeschehen", kommentierte Kreisbrandrat Holger Hermann die allgemeine Lage vor Ort im Gespräch mit News5. Zahlreiche Unwetter mit Gewitter und Starkregen hatten die Einsatzkräfte in Nürnberg und Umgebung in den letzten Tagen in Atem gehalten. Die Unwetter der letzten Tage klingen allmählich ab. Ein abziehendes Gewitter hat für einen spektakulären Sonnenuntergang über den Landkreisen Bamberg und Forchheim gesorgt.