• A6 zwischen Alfeld und Altdorf: Unwetter führt zu Massen-Unfall
  • "Zentimeterdicke Eisschichten": Graupelschauer hat dramatische Glätte-Folgen 
  • "Ineinander verkeilt": Feuerwehr muss Mann aus Auto befreien - mehrere Crashs auf kurzem Abschnitt
  • Vollsperrung auf Autobahn: Rettungskräfte müssen über Leitplanke arbeiten

Am Mittwochmittag (4. Mai 2022) kurz nach 13 Uhr kam es auf der A6 zwischen den Anschlussstellen Alfeld und Altdorf/Leinburg (Nürnberger Land) heftige Hagel- und Starkregenschauer nieder. Dadurch bildete sich auf der Fahrbahn teils "zentimeterdicke Eisschichten", wie die Verkehrspolizeiinspektion Feucht berichtet. In der Folge kam es zu mehreren schweren Unfällen auf einem kurzen Streckenabschnitt. Wie ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Alfeld gegenüber inFranken.de berichtet, mussten mehrere Personen ins Krankenhaus transportiert werden, darunter ein Mann, den die Einsatzkräfte aus seinem Fahrzeug befreiten.

Gleich drei Crashs auf kurzem Abschnitt der A6 zwischen Alfeld und Altdorf: Vollsperrung und Verletzte

"Die Fahrbahn war teilweise weiß", erzählt der Feuerwehr-Sprecher. Der erste Crash habe sich rund 100 Meter vor der Hauptunfallstelle ereignet. Hier sei ein VW-Bus mit einem weiteren Auto zusammengestoßen. In kurzer Entfernung dazu habe die Feuerwehr vier Fahrzeuge vorgefunden, die nach einem Massen-Crash "ineinander verkeilt" gewesen seien. "Bei drei Autos konnten sich die Fahrer selbst befreien, bei einem Auto war der Fahrer eingeschlossen und wir haben dann die Tür aufgemacht."

Der Mann habe zwar - wie die anderen Beteiligten - keine äußeren Verletzungserscheinungen gezeigt, sei aber wegen des Verdachts auf eine Gehirnerschütterung mit einer Trage abtransportiert und in die Klinik gebracht worden, so der Sprecher weiter. Mindestens zwei weitere Betroffene seien ebenfalls vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren worden, insgesamt seien acht Personen verletzt worden. Die Situation habe sich schwierig dargestellt, weil nur rund 40 Meter weiter ein dritter Unfall mit einem Lkw passiert sei. 

Die A6 musste laut Polizei und Feuerwehr zeitweise in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden. "Einsatz- und Rettungskräfte haben dann über die Leitplanke gearbeitet", so der Sprecher. Laut Verkehrspolizei sei eine Ausleitung eingerichtet werden. Neben den Rettungsdiensten, der Verkehrspolizei Feucht und der Autobahnmeisterei Lauterhofen waren demnach Feuerwehren aus der Region zur Bewältigung der Einsätze eingesetzt. Bis zur Räumung der Unfallstellen kam es demzufolge zu längerfristigen Behinderungen. 

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