Am Freitagabend (30. Juli 2021) sind Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost sowie des USK Mittelfranken gegen 23.45 Uhr in Nürnberg im Einsatz gewesen, da es im Vorfeld im Bereich der Wöhrder Wiese zu einer Auseinandersetzung mit mehreren Personengruppen gekommen sein soll. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Dienstag (03. August 2021) hervor. 

Während die Beamten vor Ort einige Personen ansprachen, wurden sie auf einen jungen Mann aufmerksam, der stark am Hals blutete. Die Einsatzkräfte leisteten sofort Erste Hilfe und verständigten den Rettungsdienst. Der 18-Jährige wurde mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzung in ein Krankenhaus gebracht. 

18-Jähriger schwer am Hals verletzt: 19-Jähriger soll mit Flasche auf ihn losgegangen sein

Im Rahmen erster Befragungen wurde bekannt, dass der 18-Jährige während einer vorangegangenen Auseinandersetzung am Prinzregentenufer verletzt worden war. Dort trafen zwei Gruppen junger Männer aufeinander und es kam zum Streit. Im Laufe dessen soll ein zunächst unbekannter Täter den 18-Jährigen mit einer abgebrochenen Flasche angegriffen und am Hals verletzt haben, heißt es seitens der Polizei. Anschließend flüchtet der Täter. 

Die Beamten leiteten sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Nachdem zahlreiche Personalien aufgenommen und einige Tatbeteiligte vorläufig festgenommen worden waren, ergaben sich weitere Hinweise auf einen 19-jährigen Mann, der sich noch nicht unter den Festgenommenen befand. Dieser steht in Verdacht, dem 18-Jährigen die Verletzungen zugefügt zu haben. Am Samstag (31. Juli 2021) konnten Beamte den Tatverdächtigen in der Nürnberger Südstadt festnehmen. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl gegen ihn. 

Die weiteren Ermittlungen übernahm die Mordkommission der Nürnberger Kriminalpolizei. Der genaue Tatablauf und die Hintergründe der Auseinandersetzung sind derzeit noch unklar. Die Kripo bittet daher Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen selbst, sowie der zuvor stattgefundenen Auseinandersetzung geben können, sich unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 zu melden.