Ende Juni kam es zu einem größeren Brand in Bad Windsheim: Eine Scheune und ein angrenzendes Wohnhaus fingen Feuer, die Feuerwehr musste mit zahlreichen Einsatzkräften anrücken, um den Brand zu löschen. Die Ermittler gingen davon aus, dass das Feuer mit Absicht gelegt wurde.

Nun konnte ein Tatverdächtiger im Ausland festgenommen werden.

Update vom 06.11.2020, 12.40 Uhr: Tatverdächtiger Brandstifter in London festgenommen

Am 27. Juni 2020 ist es zu einem schweren Wohnhausbrand in Oberntief im Kreis Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim gekommen. Die Ermittler gingen bald von vorsätzlicher Brandstiftung aus. 

Alleine einem Bewohner des Hauses, der das Feuer bemerkte, ist es zu verdanken, dass bei dem Brand niemand der anderen Bewohner verletzt oder gar getötet wurde, schreibt das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer aktuellen Pressemitteilung. 

Schnell erhärtete sich der Verdacht gegen einen in dem Haus wohnenden Arbeiter. Er wurde zeitnah dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg vorgeführt. Allerdings erhärtete sich der Tatverdacht nicht soweit, dass der Mann festgenommen werden konnte. 

Er wurde freigelassen und verließ daraufhin Deutschland. Nach einem Zeugenaufruf in der Presse gingen mehrere Hinweise aus der Bevölkerung bei der Polizei zu dem Brand ein. Aufgrund dessen erließ der damalige Ermittlungsrichter einen europaweiten Haftbefehl gegen den Arbeiter, der erneut verdächtigt wurde. 

Ende September konnte der Mann in London festgenommen werden. Er sitz derzeit in Untersuchungshaft. 

Update vom 13.08.2020, 16.00 Uhr: Polizei bittet weiter um Hinweise: Wer hat einen Unbekannten im Wald gesehen?

Die Kriminalpolizei Ansbach ist nach dem Brand einer Scheune und eines Wohnhauses in Bad Windsheim, Ortsteil Oberntief, immer noch auf der Suche nach dem mutmaßlichen Brandstifter. Noch am Tag der Feuers erhärtete sich bei den Beamten der Verdacht, dass der Brand absichtlich gelegt wurde. 

Zunächst wurde einer der Bewohner des betroffenen Anwesens als Verdächtiger in Gewahrsam genommen. Der Verdacht konnte sich jedoch nicht bestätigen. Nun haben die Ermittler einen Unbekannten im Visier, der am Morgen des Vorfalls von Oberntief bis nach Ergersheim unterwegs war. Zeugen hatten den Mann der Polizei gemeldet, nachdem sie ihn in Ergersheim entdeckt hatten.

Der Mann wird wie folgt beschrieben:

  • auffallend schmächtig und klein
  • Vollbart
  • trug schwarze Tragetasche und schwarzen Rucksack

Wer den Unbekannten am Samstag, 27.06.2020, zwischen 06.30 Uhr und 08.00 Uhr auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Obertief und Ergersheim gesehen hat, wird gebeten sich bei der Polizei zu melden. Der Mann lief laut Informationen der Polizei bis in die Ortsmitte von Ergersheim durch den Wald, die Straße sei auch als "Knaufweg" bekannt.

Zudem bitten die Ermittler die Zeugen, die den Mann in Ergersheim gesehen und bei der Polizei gemeldete hatten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Jegliche Hinweise können unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 an den Kriminaldauerdienst Mittelfranken gegeben werden. Das Bayerische Landeskriminalamt hat eine Belohnung von 2.000 Euro für Hinweise ausgeschrieben, die zu Aufklärung der Tat führen.

Update vom 01.07.2020, 15.00 Uhr: Polizei sucht weiter nach Zeugen zu Brandstiftung in Bad Windsheim

Nach dem Brand einer Scheune und eines angrenzenden Wohnhauses im Ortsteil Oberntief in Bad Windsheim, ermittelt der Kriminaldauerdienst Mittelfranken weiterhin wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Das geht aus einem Bericht des Polizeipräsidiums Mittelfranken hervor.

Die Ermittler hatten bereits am Tag des Vorfalls einen Tatverdächtigen am Brandort festgenommen. Der Verdacht gegen den 32-Jährigen konnte jedoch nicht erhärtet werden, daher wurde kein Haftbefehl erlassen.

Die Kriminalpolizei in Ansbach bittet mögliche Zeugen, die vor oder nach dem Ausbruch des Feuer etwas Verdächtiges wahrgenommen haben, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112-3333  zu melden.

Update vom 28.06.2020, 13.44 Uhr: Polizei geht von Brandstiftung auf – Bewohner (32) wurde verhaftet

Brandstiftung in Oberntief: Am Samstagmorgen (27. Juni 2020) brach in einem landwirtschaftlichen Anwesen im Bad Windsheimer Ortsteil Oberntief ein Feuer aus, berichtet die Polizei. Es entstand hoher Sachschaden. Dahinter soll ein Bewohner stecken.

Gegen 7 Uhr war der Brand einer Scheune mit angrenzendem Wohnhaus gemeldet worden. Als die Feuerwehr eintraf, sahen die Einsatzkräfte ein offenes Feuer im Dachstuhl der Scheune. Zudem rauchte es stark aus dem angrenzenden Wohnhaus.

Die Feuerwehr durchsuchte das Anwesen zunächst nach Personen und stellte fest, dass sich niemand mehr im Haus befand. Die fünf Bewohner waren selbst nach draußen gelaufen.

Polizei nimmt 32-Jährigen in Nähe des Brandorts fest

Als Brandursache gehen die Ermittler derzeit von einer vorsätzlichen Brandlegung aus. Ein 32-jähriger Bewohner des Hauses wurde in der Nähe des Brandorts angetroffen und festgenommen. Er wird am Sonntag (28.06.2020) dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

Der Brand wurde durch die Freiwilligen Feuerwehren Bad Windsheim, Oberntief, Eggersheim und Dietersheim gelöscht. Eine Einsatzkraft der Feuerwehr musste wegen einer Rauchgasintoxikation behandelt werden, berichtet die Polizei am Sonntag. Am Samstag erklärte der Feuerwehrkommandant, Matthias Helm, dass zwei Feuerwehrleute eine Rauchgasvergiftung erlitten hätten. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.

Der Kriminaldauerdienst übernahm die erste Spurensicherung vor Ort. Die weitere Sachbearbeitung wird durch das Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei übernommen.

Erstmeldung vom 27.06.2020, 12.10 Uhr: Feuerwehr löscht Brand in Wohnhaus und Scheune

Die Feuerwehr löschte am Samstag (27. Juni 2020) einen Brand in einem Wohnhaus sowie einer Scheune im Bad Windsheimer Ortsteil Oberntief. Rund 85 Feuerwehrleute waren im Einsatz, berichtet Kommandant Matthias Helm News5.

Die Einsatzkräfte waren gegen 7 Uhr alarmiert worden. Bereits auf der Anfahrt sahen die Feuerwehrleute eine starke Rauchentwicklung, so der Kommandant. Es wurden zusätzliche Feuerwehren aus der Umgebung angefordert. Mit vereinten Kräften konnte das Feuer im Hauptgebäude sowie in der Scheune schließlich gelöscht werden.