ICE-Nothalt in Tunnel: Fränkische Einsatzkräfte schildern Kraftakt

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ICE-Nothalt im Kreis Main-Spessart: Einsatzkräfte schildern Kraftakt
Benedict Rottmann, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Main-Spessart, schildert den Einsatz nach dem ICE-Nothalt. Links zu sehen: ein Rettungszug im Schönraintunnel.
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Kreisfeuerwehrverband Main-Spessart; Screenshot News5; Collage: inFranken.de
ICE-Nothalt im Kreis Main-Spessart: Einsatzkräfte schildern Kraftakt
Unter anderem Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr waren am Schönraintunnel im Einsatz.
ICE-Nothalt im Kreis Main-Spessart: Einsatzkräfte schildern Kraftakt
Kreisfeuerwehrverband Main-Spessart
ICE-Nothalt im Kreis Main-Spessart: Einsatzkräfte schildern Kraftakt
Unter anderem Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr waren am Schönraintunnel im Einsatz.
ICE-Nothalt im Kreis Main-Spessart: Einsatzkräfte schildern Kraftakt
Kreisfeuerwehrverband Main-Spessart
ICE-Nothalt im Kreis Main-Spessart: Einsatzkräfte schildern Kraftakt
Ein Notfallzug im Schönraintunnel.
ICE-Nothalt im Kreis Main-Spessart: Einsatzkräfte schildern Kraftakt
Kreisfeuerwehrverband Main-Spessart
ICE-Nothalt im Kreis Main-Spessart: Einsatzkräfte schildern Kraftakt
Ein Notfallzug im Schönraintunnel.
ICE-Nothalt im Kreis Main-Spessart: Einsatzkräfte schildern Kraftakt
Kreisfeuerwehrverband Main-Spessart

In Unterfranken hat die geöffnete Tür eines fahrenden ICEs für einen aufwendigen Einsatz gesorgt. Die Kräfte mussten davon ausgehen, dass Fahrgäste aus dem Zug gefallen waren.

Rund 300 Einsatzkräfte rückten am Dienstagabend (1. September 2026) aus, um 238 Reisenden und dem Personal eines ICEs im Landkreis Main-Spessart zu Hilfe zu kommen. Dieser war mit hoher Geschwindigkeit im Schönraintunnel unterwegs, als sich eine Tür im hinteren Zugteil öffnete. Inzwischen ist bekannt, dass es sich nicht um einen technischen Defekt handelte, sondern die Notentriegelung betätigt worden war.

Nach der Alarmierung mussten die Rettungskräfte "davon ausgehen, dass durch den Windzug eventuell Passagiere nach draußen gezogen wurden", sagte Benedict Rottmann, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Main-Spessart, der Nachrichtenagentur News5. Auch "die Lage auf der Schnellfahrstrecke stellte die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen", wie der Feuerwehrfunktionär in einem Einsatzbericht festhält.

"Alles mehrfach abgesucht": Offene ICE-Tür in Unterfranken ließ Schlimmstes befürchten

"Einsatzstellen auf Bahnstrecken sind häufig nur über bestimmte Zugänge erreichbar. Hinzu kommen teilweise große Entfernungen, schwer zugängliches Gelände und im konkreten Streckenabschnitt zahlreiche Tunnel", so Rottmann. Gleichzeitig mussten verschiedene Maßnahmen sowohl im Zug, als auch an der Strecke und an den Tunnel-Eingängen abgestimmt werden. Dabei arbeiteten die beteiligten Organisationen demnach eng zusammen. Die Einsatzkräfte hätten "wirklich alles mehrfach abgesucht ", um Personen außerhalb des Zugs ausfindig zu machen, gab er gegenüber News5 an.

Laut Rottmann waren dabei sowohl Kräfte am Boden als auch verschiedene technische Hilfsmittel im Einsatz. Ergänzend kontrollierte ein Hubschrauber Streckenabschnitte aus der Luft mit einer Wärmebildkamera. Auch Rettungshundestaffeln unterstützten die Suche. "Insbesondere die einsetzende Dunkelheit, die Länge des zu kontrollierenden Bereichs und das teilweise schwer zugängliche Gelände entlang der Bahnstrecke machten die Arbeiten besonders aufwendig", führt Rottmann fort. Personen auf der Strecke wurden glücklicherweise nicht gefunden. Am Dienstagvormittag sollten laut dpa nochmals Kontrollen stattfinden.

Das Bayerische Rote Kreuz kümmerte sich derweil um die medizinische Versorgung und Betreuung der Fahrgäste. "Der Einsatz zog sich bis in die Nacht hinein", informiert die BRK-Bereitschaft Karlstadt im Netz. Auch ein Rettungszug aus Würzburg mit speziell geschultem Personal für Ereignisse auf Schnellfahrstrecken und insbesondere für Einsätze in Tunneln war vor Ort. "Mit ihnen können Einsatzkräfte, umfangreiche feuerwehrtechnische Ausrüstung, Löschmittel und medizinisches Material auf der Schiene direkt in die Nähe einer Einsatzstelle gebracht werden", erklärt Rottmann.

Fränkischer Kreisfeuerwehrverband lobt Zusammenarbeit der Rettungskräfte

"Der außergewöhnliche Einsatz zeigte einmal mehr, wie wichtig vorbereitete Einsatzkonzepte und die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen bei Ereignissen auf der Schnellfahrstrecke sind", so der Sprecher abschließend. "Trotz des großen Kräfteansatzes und der verschiedenen parallel laufenden Maßnahmen funktionierte die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Stellen reibungslos."

Am Ende konnte sich der ICE eigenständig auf eine Lore zubewegen und die Passagiere stiegen auf Busse um. Die Bahnstrecke am Einsatzort wurde der dpa zufolge gegen 2.30 Uhr wieder freigegeben. Jetzt läuft die Suche nach dem Täter, der den ersten Ermittlungen nach die Notentriegelung der Tür geöffnet hat. Weitere Nachrichten aus Main-Spessart und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.