Die Pendler von Maineck über Mainklein nach Kulmbach müssen einen weiten Umweg über Alten- und Burgkunstadt in Kauf nehmen. "Für die Betroffenen ist das hart", fand Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) bei der Bauausschusssitzung am Dienstagabend. Er erklärte auf Nachfrage von Georg Deuerling (FBO), dass die Rettungskräfte durchgelassen würden. Was für Rettungsfahrzeuge möglich sei, müsse doch auch für Pkw gehen, meinte Zweiter Bürgermeister Marco Weidner (JWU), der sich für eine Intervallöffnung des Übergangs aussprach. Hümmer will sich bei der Bahn nach einer Lösung für Pendler erkundigen.

Erschließung von Baugebieten

Die Zeitschiene für die Erschließung der Baugebiete in Pfaffendorf und Baiersdorf steht. Am 26. Juni werden laut Hümmer die Baumaßnahmen im Staatsanzeiger veröffentlicht. Unternehmen hätten dann bis zum 23. Juli rund vier Wochen Zeit, Angebote abzugeben. Im August erfolge die Vergabe im Gemeinderat.

An seiner Grundstücksgrenze, an der ein Feldweg entlang führt, möchte ein Einwohner aus dem Ortsteil Prügel eine Vierfachgarage errichten. Um brenzlige Situationen zwischen landwirtschaftlichen Fahrzeugen und aus der Garage ausfahrenden Autos zu verhindern, hatte der Bauausschuss im Mai das Vorhaben abgelehnt. Jetzt folgte die Retourkutsche, allerdings nicht vom Antragsteller, sondern vom Landratsamt. Die Behörde stellte klar, dass die Abstandsfläche der Garage, die sich bis zur Mitte der Verkehrsfläche erstrecken dürfe, eingehalten werde. Zudem sei auf dem Feldweg mit keinem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Der ablehnende Beschluss des Bauausschusses musste somit aufgehoben und das gemeindliche Einvernehmen erteilt werden.

Vor vollendete Tatsachen stellte ein Bürger Gemeinde und Landratsamt im Ortsteil Maineck: Im Außenbereich errichtete er eine Rundzelthalle. Im Nachgang reichte er eine Bauvoranfrage bei der Gemeindeverwaltung ein. Um eine Zersiedlung von Orten zu vermeiden, sind im Außenbereich von Kommunen nur privilegierte Bauvorhaben erlaubt. Dazu zählen laut Baugesetzbuch vor allem solche von Land- und Forstwirten. Obgleich in dem Gebäude Heu und Stroh gelagert werden sollen, stellte Hümmer klar, dass keine Privilegierung vorliege. Das Landratsamt teilte mit, dass es dem Vorhaben nur zustimmen werde, wenn es in Richtung einer bereits bestehenden Gartenhütte verschoben werde. Das gemeindliche Einvernehmen wurde einstimmig versagt. "Die Bauaufsicht des Landratsamtes wird sich des Falles annehmen und eine einvernehmliche Lösung mit dem Antragsteller suchen. Das Gebäude muss abgerissen oder, wie vom Landratsamt vorgeschlagen, versetzt werden", erläuterte Johannes Oppel von der Bauverwaltung auf Nachfrage dieser Zeitung.

Anderen Standort gefunden

Den Antrag eines Ehepaares, ein Wohnhaus im Außenbereich von Maineck zu errichten, hatte das Gremium zunächst abgelehnt. Inzwischen fanden beide einen anderen Standort im Außenbereich, der die Möglichkeit bietet, über eine Abrundungssatzung zu bauen.

"Bei einer solchen Satzung handelt es sich um eine vereinfachte Form eines Bebauungsplanes, in dem festgelegt wird, wo und wie gebaut wird", erläuterte Johannes Oppel. Das gemeindliche Einvernehmen dazu wurde einstimmig erteilt.