Die Polizei hat die Verkehrsstatistik für den Landkreis Lichtenfels und das Jahr 2018 vorgelegt. Insgesamt sind die Unfälle zurückgegangen.
Ein Prozent weniger Unfälle, nur 1789, hat die Polizei im Landkreis Lichtenfels im letzten Jahr aufnehmen müssen. Der Rückgang erscheint ist nicht groß, dennoch sind in einzelnen Bereichen deutliche Verbesserungen zu verzeichnen. Daher ist die Polizei mit der Verkehrsstatistik für das Jahr 2018 zufrieden.
Fünf tödliche Unfälle
Den größten Anstieg in der Statistik betrifft die bei Unfällen getötete Personen. Die Zahl ist von drei Personen 2017 auf fünf im letzten Jahr um 150 Prozent gewachsen. Polizeihauptkommissar Michael Lang, der als Sachbearbeiter Verkehr an der Statistik mitgearbeitet hat, meint: "Die fünf tödlichen Unfälle kann man nicht miteinander vergleichen."
Die Polizei konnte also keine gemeinsamen Ursachen für die Unfälle ausmachen. Konkret bedeutet das, Veränderungen an sogenannten Unfallhäufungslinien sind weder notwendig, noch hätten sie die tragischen Unfälle verhindern können.
Die Kinder sind sicher
Der andere große Ausschlag war der Anstieg von Verkehrsunfällen mit Kindern um 130 Prozent von 10 auf 23 Unfälle im Jahr 2018. Allerdings, so betont Lang, dass die Kinder in allen Fällen nur leichte Verletzungen davon getragen hätten. In den meisten Fällen waren sie Beifahrer. Der Kommissar fügt hinzu: "Es ist inzwischen Gang und Gäbe, dass Kinder gesichert sind." Generell müsse man sich aber um die Sicherheit der Kleinen im Verkehr keine Gedanken machen.
An den von Schulweghelfern betreuten Überwegen kam es zu keinen Unfällen. Außerdem konnte die Kreisverkehrswacht in Lichtenfels 58 neue ehrenamtliche Schulweghelfer gewinnen. Mit nun insgesamt 931 ausgebildeten und bereit stehenden Helfern habe der Landkreis drei- bis viermal so viele Engagierte wie in den meisten anderen Kreisen Oberfrankens, sagte Erich Günther, seit Februar letzten Jahres Leiter der Polizeiinspektion Lichtenfels.
Signifikante Rückgänge
Positiv zu verzeichnen ist der Rückgang von Unfällen, in denen Motorräder involviert waren. Diese haben sich im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte reduziert. Die Ursachen dafür sind allerdings unklar.
Anders hingegen bei Unfällen, die durch überhöhte Geschwindigkeiten entstanden sind. Diese sind von 70 auf 36 gesunken - also fast um die Hälfte. Das führt Günther auf die verstärkte Präsenz der Polizei mit Kontrollen zurück, die ihre Maßnahmen auch in diesem Bereich erhöht hatte.