Weil in den nächsten Jahren eine Sanierung der beiden Gradierwerke im Kurpark ansteht, änderte der Stadtrat einstimmig eine entsprechende Vereinbarung mit dem Zweckverband Thermalsolbad. Hintergrund ist, dass eine finanzielle Rücklage gebildet werden soll, um die Salinen, die seit 1999 in Betrieb sind, im Zug einer Generalsanierung in Stand zu setzen.
Die bisherige Vereinbarung mit dem Zweckverband, dem die Stadt Bad Staffelstein und der Kreis Lichtenfels angehören, sah vor, dass die Stadt höchstens die Summe der "operativen Kosten" ersetzen müsse, das sind vor allem die Personal-, Sach- und Anlagekosten für den Kurpark. Seit 2009 betrug die Kostenbeteiligung der Stadt zuletzt rund 154 000 Euro jährlich.


200 000 Euro pauschal

Einstimmig plädierten die Räte am Dienstagabend dafür, die bestehende Regelung zum 1. Juli zu ändern.
Inhalt der modifizierten Zweckvereinbarung ist unter anderem, dass die Stadt künftig pauschal 200 000 Euro jährlich einzahlt. Neben der Abdeckung der Unterhaltskosten für den Kurpark dient dieser Erhöhungsbeitrag - voraussichtlich sind das rund 50 000 Euro - zum Finanzieren künftiger Modernisierungen.
Der Zweckverband wird den jeweiligen Differenzbetrag zum bisherigen jährlichen städtischen Anteil einer Investitionsrücklage zuführen. Konkret heißt das, dass diese Mittel dazu bestimmt sind, etwa die in absehbarer Zeit erforderliche Sanierung der Gradierwerke zu bezahlen.





Aus dem Staffelsteiner Stadtrat kurz berichtet

Stadtgrenzen Das Stadtgebiet wird um 378 Quadratmeter größer. Die Gemeindegrenzen zwischen Lichtenfels und Bad Staffelstein verschieben sich infolge des Verfahrens der Ländlichen Entwicklung zwischen den Gemarkungen Stetten und Altenbanz.

Feuerwehr Die Feuerwehr Nedensdorf erhält als Ersatz für den bisherigen Tragkraftspritzenanhänger (Baujahr 1967) ein Fahrzeug. Gedacht ist an ein ähnliches Modell wie dasjenige, das für die Feuerwehr Unterzettlitz angeschafft wurde und für die Unnersdorfer Wehr beschafft werden soll. Das Fahrzeug kostet nach Angaben von Bürgermeister Kohmann etwa 50 000 Euro - gefördert wird die Anschaffung von Staat und Landkreis.

Bauwasserzähler Neu kalkuliert wurden die Abgabe und Überlassung von Bauwasserzählern und der zugehörigen Standrohre. Bisher wurde während der Bauzeit lediglich der dreifache Wasserpreis (statt 1,40 Euro also 4,20 Euro pro Kubikmeter) fällig, der Zähler selbst war gratis. Ab sofort werden nun 15 Euro pauschal für Einbau, Überlassung und Abbau des Zählers verrechnet, das Wasser selbst kostet 1,40 Euro/ Kubikmeter. Das Standrohr, das bisher für zehn Euro zur Verfügung gestellt wurde, schlägt künftig mit 35 Euro zu Buche. Hintergrund sind die hohen Anschaffungskosten. Für einen Bauwasserzähler muss die Stadt 599 Euro bezahlen, ein Standrohr (Lebensdauer fünf bis sechs Jahre) kostet 1530 Euro.

Kommandanten Jeweils einstimmig bestätigte der Stadtrat die neu gewählten Feuerwehrkommandanten und ihre Stellvertreter für Unterzettlitz, Florian Leicht und Lothar Teuchgräber, sowie für Püchitz, Nikolaus Weiß und Georg Geuß.