Start frei ins Jahr 2020 für den FC Lichtenfels, wenn auch mit einer Woche Verzögerung. Der Fußball-Landesligist beginnt das neue Kalenderjahr gleich mit der Auswärtspartie gegen den schwerstmöglichen Gegner, den enteilten Tabellenführer Vatan Spor Aschaffenburg. Die Mannschaft um das FCL-Trainergespann Christian Goller und Oliver Müller fordert die Aschaffenburger am Sonntag um 16 Uhr heraus. Eine Absage ist unwahrscheinlich, da die Unterfranken auf Kunstrasen spielen.

Landesliga Nordwest, Männer

Vatan Spor Aschaffenburg - FC Lichtenfels

Eigentlich hätten die Lichtenfelser schon am vergangenen Wochenende ins neue Jahr starten sollen. Das Nachholspiel zu Hause gegen den Tabellenzweiten SV Haibach musste aber aufgrund der widrigen Platzverhältnisse im Lichtenfelser Karl-Fleschutz-Stadion ein zweites Mal verschoben werden. "Nun ist die Austragung der Begegnung für den Ostermontag vorgesehen", berichtet Müller.

Zuversicht nach Vorbereitung

Die Lichtenfelser Mannschaft geht mit Selbstvertrauen ins neue Jahr. Schließlich verliefen die Vorbereitungsspiele in der Winterpause durchaus erfolgreich. Keines der vier angesetzten Testspiele im Februar ging verloren. Beachtlich ist vor allem das 2:2 beim TSV Neudrossenfeld. Gegen den Nordost-Landesligisten verlor der FCL in der vergangenen Saison noch mit 1:4. Außerdem besiegten die Lichtenfelser in der Vorbereitung Mönchröden mit 7:1 und Merkendorf mit 3:0. "Unsere Vorbereitung ist gut gelaufen, die Jungs haben sehr gut mitgezogen", bilanziert Müller.

Und so rechnet sich der Lichtenfelser Coach durchaus Chancen aus, Zählbares aus Aschaffenburg zu entführen. "Wir wollen punkten, da wir erstens sehr gute Erinnerungen an das Hinspiel haben und trotz vieler Ausfälle eine schlagkräftige Truppe beisammen haben werden. Verlieren kann hier ohnehin nur der souveräne Spitzenreiter, der aber verdient die Tabelle anführt", weist Müller jeglichen Druck von sich und seiner Mannschaft, denn die Lichtenfelser müssen aus unterschiedlichsten Gründen auf viele Leistungsträger verzichten. Zu ihnen gehören unter anderem Pascal Scholz, Maximilian Pfadenhauer, die Jankowiak-Brüder Lukasz und Mariusz, Andi Mahr, Florian Goller und Sebastian Zillig. "Von daher ist die personelle Situation angespannt", hadert Müller.

Es kommt für die Lichtenfelser also einerseits darauf an, diese zahlreichen Ausfälle möglichst gut zu kompensieren. Andererseits sollte der Fokus von Müller und Goller gegen den Tabellenführer auf der Defensivarbeit liegen. Schließlich verfügen die Aschaffenburger mit 49 Toren über die zweitbeste Offensive der Liga. Nur der Tabellenzweite Haibach hat in dieser Spielzeit noch häufiger getroffen. Besonders gefährlich ist der Aschaffenburger Angreifer Gökhan Aydin, der in dieser Saison in 21 Spielen 14 Mal getroffen hat. Durchaus eine Herausforderung für die Lichtenfelser, gleich zum Auftakt ins Jahr.