Sie sind wahre Meister bei den Arbeiten in großer Höhe, die neun Mann zählende Arbeitstruppe aus Rumänien von der Firma GE Energie, die die Endmontage an den Windrädern nahe Seubersdorf vornehmen. Ab 85 Meter Höhe beginnt ihr Auftrag mit dem Aufsetzen von zwei überdimensionalen Stahlröhren und dem Maschinenhaus, das sie auf 139 Meter Arbeitshöhe montieren. An ihm finden später die drei Rotorblätter von jeweils 58,7 Meter Länge ihren Platz.

Ab Mitte Oktober, so berichtet einer der nur wenig Deutsch sprechenden Ingenieure, wollen sie ihre Arbeiten an den sieben Windanlagen abschließen. Dann man werde bereits zu einem neuen Auftrag in der Nähe von Frankfurt erwartet.
Fristgerecht sollen deshalb bis dahin alle Räder beu Seubersdorf stehen, die Innenmontagen anderer Bautrupps abgeschlossen und die Erdleitungen mit Anschluss an den Trafo bei Azendorf gelegt sein, um danach mit dem Probelauf im November zu beginnen.


Über 170 Meter hoher Kran

Der Bauverlauf so der Meister, war unter anderem auf Grund der Windverhältnisse in der enormen Arbeitshöhe manchmal sehr schwierig. Diese Arbeiten verlangte von dem Kranführer des über 170 Meter hohen Hebegeräts höchste Konzentration, Zentimeterarbeit und Feingefühl, um die Elemente miteinander zu verbinden.

Vorrang bei allem hatten die Sicherheit der Arbeitstruppe und die Unversehrtheit der überschweren, wertvollen Maschinenteile. So war auch die Abgrenzung eines Gefahrenbereichs mit einem Radius von 200 Meter an den Hochbaustellen erforderlich.


Viele Zuschauer

Die Landwirte bei ihren Erntearbeiten und interessierte Zuschauer zeigten viel Verständnis für die Sperrung des markierten Arbeitsbereichs, zumal mit Schwertransporten und dem regen Arbeits-Fahrzeugverkehr der Baustellenbereich der Windkraftanlage fast rund um die Uhr blockiert war.

Nur ungern verlasse man Mitte Oktober die Kleinstadt Weismain, in der sie über Wochen eine angenehme Unterkunft gefunden hatten, so der rumänische Bauführer. Alle Kollegen hätten sich hier wohl gefühlt, die Menschen aus der Region seien ihnen immer nett begegnet, obwohl nur einer aus der Bautruppe die deutsche Sprache beherrschte.