Viel besinnliche Musik, aber auch einige ausgewählte Weihnachtslieder standen auf dem Programm sowie beeindruckende Momente.
Darunter war der Auftritt von Esther Schadt, die mit Sergei Rachmaninoffs "Elegie" eine ausgefeilte Technik und emotionale Bandbreite aufzeigte. "Cool", flüsterte da ein kleines Mädchen aus den vorderen Reihen, als der letzte Ton verklungen war. Auch Simon Förner bekam viel Applaus für seine Violin-Darbietung eines "Allegro" von Joseph-Hector Fiocco, bei dem ihn Franka Wiesmann am Flügel souverän begleitete.
Die jungen Musikschüler trugen mit Gitarre, Violine und Klavier stimmungsvolle Melodien ins Stadtschloss, präsentierten Folklore und altehrwürdige Balladen. Sophia Welz holte mit ihrer spanischen "Malaguena" die Klänge eines spanischen Wintertages herbei. Stolz kann auch Michael Weibert sein, der mit dem Volkstanz "Trepak" den Zuhörer in die slawische Klangwelt entführte. Tara Scholl verzauberte das Publikum mit der altenglischen Ballade "Packington's Pound", während Finn Scholl auf seiner Gitarre mit einer "Sarabande" warme, heimelige Klänge anstimmte.


Wohlige Melodien erklangen

Auch die "Erzählung" von R. Pracht, die Elisabeth Mahr mit ihrer Violine vortrug, passte wunderbar in den Reigen wohliger Melodien, die auf Weihnachten einstimmten. Genauso wie das "Old English Carol" des Violontrios mit Philipp Schille, Elisabeth Mahr und deren Lehrerin Gerda von Wechmar, die für den Schüler Benjamin Göring eingesprungen war. Zu Lavinia Richters Klavier-Vortrag "November" von Wolfgang J. Fuchs reicht es, ein einziges Wort zu vermerken: wunderschön. Fiona Scholl stach mit ihrem Solo auf der Sopranblockflöte heraus. Zu einer "Canzone" des Komponisten Girolamo Frescobaldi ließ sie ihr Instrument in den schönsten Tönen singen. Eine bekannte Weihnachtsmelodie präsentierten unter anderem Phillip Gunzelmann mit einer wohltuenden Akkordeon-Version des Liedes "Little Drummer Boy" und Valerie Steigner, die "Tochter Zion" von Georg Friedrich Händel anstimmte, begleitet von Annika Wiesmann am Flügel. Diesen Flügel wussten auch die Kleinsten zu nutzen, selbst wenn ihre Füße noch nicht bis zu den Pedalen reichten, so wie bei Mattei Tabus, der ein "Allegro" von Wolfgang Amadeus Mozart zum Besten gab. Die Leichtigkeit eines Mozarts wurde abgewechselt von einer "Toccata" von Dmitri Kabalewski, gespielt von Laura Wachter, ebenfalls auf dem großen Flügel. In diesem Jahr waren nicht nur Instrumente, sondern auch viele Stimmen musikalisch zu hören. Über dreißig Kinder tummelten sich auf der Bühne und sangen begeistert die Lieder "In der Weihnachtsbäckerei" und "Jingle Bells", begleitet von Angelina Taschler am Keyboard. Der Kinderchor sei durch eine Kooperation zwischen der Musikschule und verschiedenen Grundschulen zusammengekommen, erklärte Schulleiter Reinhard Arnold. Franca Wiesmann und Esther Schadt bewiesen mit dem "Abendsegen" von Engelbert Humperdink, wie gut ihre hellen, klaren Stimmen harmonieren. Auch beim Flötenorchester fügten sich die zwölf Stimmen gut zusammen, so dass die "Intrade" von Giovanni Giacomo Gastoldi zu einem Hörgenuss wurde. Mit dem englischen Weihnachtslied "Deck the hall" sendeten sie einen letzten Weihnachtsgruß ins Publikum