In einem Brandbrief fordert der Landkreis Lichtenfels sofortige Hilfen für Einzelhändler. "Ich habe seit einem halben Jahr kein Gehalt bekommen", sagt Elisabeth Guthseel, Inhaberin eines kleinen Modeladens in Michelau.
Der Einzelhandel leidet stark unter den aktuellen Corona-Maßnahmen. Auch Elisabeth Guthseel, Inhaberin eines kleinen Modeladens in Michelau, ist davon betroffen: Seit einem halben Jahr hat die 62-Jährige kein Gehalt mehr bekommen. Den Laden "Elli's Mode Aktuell" gibt es jetzt seit fast 70 Jahren. "Aber überleben werden wir so nie." Deshalb hat der Landkreis Lichtenfels nun einen Brandbrief verfasst, in dem sofortige Hilfen für den Einzelhandel gefordert werden.
Guthseel habe seit Beginn der Pandemie keine finanziellen Hilfen erhalten. "Nicht einen Cent", sagt sie im Gespräch mit inFranken.de. "Wir wollen Gelder, die seit Monaten prophezeit wurden, aber aus unerfindlichen Gründen nicht fließen", erklärt Helmut Kurz vom Landratsamt Lichtenfels. "Wenn sie schon nicht aufmachen dürfen, dann brauchen wir wenigstens die Hilfen."
"Freibrief" für Lebensmittelgroßmärkte: "Tausende Menschen gehen dann da shoppen"
Der Auslöser für Guthseels Unmut war jedoch vor allem der "Freibrief für Lebensmittelgroßmärkte". "Da gab es zwischenzeitlich eine Erweiterung, dass die nun auch andere Sortimente mit anbieten können", erklärt Kurz. Größere Lebensmittelläden dürften jetzt also auch Klamotten anbieten - die kleineren Fachmärkte müssten weiterhin geschlossen bleiben. "Das ist ein Magengrubenschlag", meint die Inhaberin von "Elli's Mode Aktuell". "Tausende Menschen gehen dann da shoppen", während ein Hygienekonzept in ihrem kleinen Modegeschäft viel besser funktionieren würde.
"Wir wollen jetzt keine Öffnung erzwingen - das würde ich selbst auch gar nicht wollen", erklärt Guthseel. "Aber man kann das nicht auf Kosten der Kleinen jetzt austragen." Deshalb hat die Gemeinde Michelau neben dem Lichtenfelser Brandbrief noch ein zweites Schreiben an Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) aufgesetzt, in dem vor allem eine "Gleichbehandlung" sowie "unbürokratische Hilfe" gefordert werden.
Ein Bierbrauer aus dem Landkreis Forchheim übt ebenfalls scharfe Kritik an der Corona-Politik. In einem emotionalen Video wendet er sich direkt an Merkel, Söder und Co. "Wisst ihr eigentlich überhaupt, was bei uns los ist?" fragt er die Verantwortlichen.
Am 26. September 2021 ist Bundestagswahl.
Mittlerweile dürfte auch dem dümmsten Michel klar sein, welchen "Volksvertretern" und Ihren Parteien wir diesen Schlamassel zu verdanken haben. Wer im September sein Kreuz wieder den bekannten Parteien gibt, hat noch nicht gelitten. Ist noch nicht aufgewacht.
Irrtierenderweise zeigen die jüngsten Politbarameter weiterhin hohe Zustimmung für Union, SPD und Grüne. Es verstört mich als traditionell "Linksgrünversifften" schon a weng, dass ich inzwischen eher mit Kubicki und der FDP Gemeinsamkeiten finde und noch mehr, dass ich unisono mit der AfD ein Ende der Maßnahmen fordere. (Also ohne deren sonstige Politik gut zu heißen.)
Der Maßnahmenunsinn gehört zum Staatswohl radikal beendet, und wenn es für diesen Zweck radikaler Kräfte bedarf, dann ist das (leider) dann eben so.
Geht endlich auf die Straßen und demonstriert ! Werdet laut, dann werdet ihr gehört.
Wieder ein Beispiel, wie ein Einzelhändler wegen der nicht (mehr) nachvollziehbaren Corona-Maßnahmen langsam vor die Hunde geht. Weitaus schlimmer ist aber, dass die Mehrheit der Bevölkerung diese Maßnahmen nach wie vor gutheißt. Darüber sollten wir nachdenken...
Ist es die Mehrheit? Man sagt uns, es sei die Mehrheit. Ständig irgendwelche Polit-Trends und Käs im TV, wonach die Mehrheit alles prima findet. Man sollte mal eine Umfrage nur unter Lockdown-Betroffenen machen.
Sind Sie mit der Corona-Politik der Regierung im Großen und Ganzen zufrieden?
Halten Sie die aktuellen Schließungen für ein geeignetes Mittel der Virusbekämpfung?
Würde mich brennend interessieren. Am besten Likert-Skala und dann Museumsangestellte und Veranstalter und Soloselbstständige und Ladeninhaber und Gaststättenbesitzer und Künstler und Reisebüros und Zirkus und Schausteller ...... und so weiter befragen.